Datenschützer gefragt: Altena holt sich jetzt Rat

Google Street View bleibt in Altena ein Dauerthema.

ALTENA - Die FDP bleibt in Sachen Google am Ball: Im neuen Dienst „Street View“ sollen Kinder nach Auffassung von Fraktionschef Bernhard Diel „vollständig gepixelt werden“, wenn sie in öffentlichen Anlagen oder an beziehungsweise in der Nähe von öffentlichen Gebäuden wie zum Beispiel Schulen fotografiert wurden. Dafür möge die Stadt sich einsetzen, forderte die FDP in einem Antrag an den Rat.

Dort stieß dieses Ansinnen am Montag zumindest bei Manfred Wolfinger, dem Vertreter der Linken, auf Unverständnis: Er halte das Ansinnen für „völlig übertrieben“ sagte er.

Etwas zurückhaltender fielen die Statements von CDU und SPD aus. „Man kann den Fotos im Internet einfach nicht mehr ausweichen“, meine Wolfgang Wilbers (SPD), zeigte aber wie auch der CDU-Fraktionsvorsitzende Uwe Scholz ein gewisses Verständnis dafür, dass Diel mit seinem Antrag einen möglichen Voyeurismus unterbinden wolle. Er baute schließlich die goldene Brücke: Jetzt soll die Stadtverwaltung die Datenschutzbeauftragten von Bund und Land anschreiben und sich dort erkundigen, welche rechtlichen Möglichkeiten die Stadt überhaupt hat, um Diels Forderungen durchzusetzen. ▪ ben

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