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Gesundheit und mehr Leben in Altena

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Von: Hildegard Goor-Schotten

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Auch der der Frauenstammtisch im Café Nostalgie hat Wünsche für 2022. © Goor-Schotten, Hilde

Gesundheit gehörte ja schon immer zu den guten Wünschen für ein neues Jahr. Aber wohl selten waren sich die Altenaer sich so einig wie jetzt, wenn es um die Erwartungen ans neue Jahr geht: Die Pandemie beherrscht das Leben, wie eine kleine Umfrage zum Jahreswechsel in der Fußgängerzone zeigte.

Altena - Corona fiel immer als erstes Stichwort. Es bewegt die Menschen in Altena, wie zum Beispiel Jochem Kranz. „Hoffentlich gesund“, antwortet er auf die Frage, wie er ins Jahr 2022 startet, „und dass man gesund bleibt und Corona endlich in den Griff kriegt.“ Mal wieder ohne Vorschriften reisen möchte er, egal ob per Auto, Schiff oder Flugzeug – auch das hängt mit Corona zusammen. Von der Politik wünscht er sich in dem Zusammenhang, dass sie sich besser drauf einigt, was sie machen will.
Wieder in den Urlaub fahren dürfen, das ist auch der große Wunsch von Barbara Liebergesell: „Für uns geht es immer nach Norddeich. Dorthin möchten wir wieder.“ Und für Beatrice Keßel und Christoph Maaß bekommt ein Ende der Corona-Beschränkungen noch eine ganz andere Bedeutung: „Wir heiraten im Sommer und hoffen, dass alles so klappt, wie wir uns das vorstellen.“ Inklusive Flitterwochen in den USA.

Flitterwochen in den USA stehen an

Gesundheit, kein Corona und Zufriedenheit sind auch für Ursula Krumm die wichtigsten Dinge, die sie sich für die Zukunft wünscht: „Und dass man in Frieden und Ruhe mit der Familie leben kann.“ Als Oma denkt sie dabei vor allem an ihre beiden Enkelkinder: „Ich wünsche mir, dass sie ihr Leben gut hinkriegen. Meine Enkelin wechselt die Schule. Da hoffe ich, dass sie Freunde findet und sich wohl fühlt. Und dass der Kleine in der Kita zufrieden ist.“ Aber auch dass wieder Schützenfest gefeiert werden kann wie früher, hofft sie: „Mit Lust und Spaß. Dass die Stadt durch Freude und Zusammenhalt auf den Kopf gestellt wird.“

Stadt muss mehr für Kinder tun

Seine Kinder hat auch Andre Dreger im Blick, wenn er über seine Wünsche an das neue Jahr nachdenkt. Und dabei fällt ihm spontan etwas zur Frage nach den Erwartungen für die Stadt Altena ein: „Es müsste in der Stadt mehr für die Kinder geben, mehr schöne Plätze zum Spielen. Meine Kinder wünschen sich Sand.“ Er selbst fände eine Skateboardbahn cool: „Die ist ja schon lange im Gespräch.“ Das sieht Delia Zoebe genauso: „Die meisten Jugendlichen hängen vor der Konsole, weil einfach nichts los ist hier.“ Es müsse generell mehr Leben in die Stadt, mehr Geschäfte, mehr für Kinder und junge Leute.

Zu wenig Einkaufsmöglichkeiten

Dieser Wunsch ist in Altena oft zu hören. Jochem Kranz teilt ihn: „Ich wünsche mir, dass die Innenstadt ein bisschen belebter wird, dass man zum Einkaufen nicht immer woanders hinfahren muss. Die PopUp-Läden sind ja schön, aber die Banken machen zu. Das ist nicht gut.“ Gerade für ältere Leute sei im Innenstadtbereich nicht mehr viel möglich, was auch Barbara Liebergesell bestätigt: „Ich wünsche mir, dass man einkaufen kann ohne fahren zu müssen.“

Es gibt so viele schöne Eckchen hier. Das müsste mehr betont werden.

Ursula Krumm

Ursula Krumm ist „alte Altenaerin“ und erinnert sich noch gut an frühere Zeiten: „Mein Schulweg ging durch die Lennestraße und Kirchstraße. Es wäre schön, wenn es wieder so wäre wie damals.“ Dass man in die Stadt gehen kann, Leute trifft, alle freundlicher und gelassener miteinander umgehen. „Es gibt so viele schöne Eckchen hier. Das müsste mehr betont werden.“ Auch Beatrice Keßel und Christoph Maaß wohnen gerne in Altena. Ein bisschen mehr Leben und ein neuer Toom wären aber schon super, finden sie.

Ärger über einen Leserbrief

Das sieht der Frauen-Stammtisch im Café Nostalgie genauso. Dort hat man sich gerade sehr geärgert über den negativen Leserbrief zum Burgaufzug im AK. „Immer nur meckern bringt ja gar nichts. Man muss doch auch das Positive und Schöne sehen.“ Es gebe nette kleine Läden in der Stadt, man finde eigentlich alles, was man braucht. Mehr wäre schön, aber es reiche. Die Stammtisch-Damen versuchen, möglichst viel hier einzukaufen. „Es ist unsere Heimat.“

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