„Das soll gut überlegt sein“

Der Zusatz „Burg- und Drahtstadt“ könnte bald auf den Schildern am Ortseingang Altenas stehen.

ALTENA ▪ Aus der Opposition heraus muss eine Partei auf sich aufmerksam machen. Und so erinnerte sich die CDU im Landtag an eine Geschichte aus dem vergangenen Jahr, wie sie sich in Hagen zutrug. Ihr Vorschlag: Die Gemeindeordnung Nordrhein-Westfalens sollte künftig zulassen, dass auf Ortseingangsschildern Zusätze auf Besonderheiten einer Stadt hinweisen.

In Altena könnte es demnächst also an den Stadtgrenzen „Burg- und Drahtstadt“ heißen. Corina Turner, Vorsitzende vom Tourismus- und Verkehrsverein, wendet sich mit Grausen ab: „Das war mal der Slogan der Stadt in den 70er- oder 80er-Jahren. Von solch einem Zusatz halte ich nicht viel. Wir versuchen uns doch gerade neu zu positionieren.“

Generell fände sie die Idee, dem nach Altena fahrenden Menschen schon am Stadtrand zu erklären, wo er sich befindet, aber gut. „Man muss nur ganz genau überlegen, was die Stadt eigentlich repräsentiert.“

Sie selbst wollte sich da spontan nicht festlegen. „Da muss ich doch erst einmal klären, wer der Ansprechpartner sein soll? Wenn ich den Zusatz auf dem Ortseingangsschild an mögliche Touristen richte, dann wäre ‚Burg – Stadt – Fluss‘ eine Möglichkeit. Wenn ich aber Menschen werben will, damit sie nach Altena ziehen, wäre ‚Stadt der Generationen‘ vielleicht besser.“

Doch beide Varianten findet Turner noch nicht ansprechend genug. „Das soll gut überlegt sein“, betont sie. „Hagen hat mit ‚Stadt der Fernuniversität‘ ja schon gezeigt, wie es nicht geht: Das war ein langweiliges Beispiel.“

Den Hinweis auf die Fernuni hatte der Hagener Bürgermeister Jörg Dehm auf 95 Schildern anbringen lassen. Das sei nicht rechtens, hatten Regierungspräsident und Innenminister bemängelt. Jetzt fragen sich die CDU‘ler: „Warum eigentlich?“ Wenn sie sich durchsetzen, dürften in manchen Rathäusern bald die Köpfe qualmen.

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