Schüler und Schülerinnen ausgezeichnet

Das sind die Besten am Burggymnasium

Die Jahrgangsbesten des Schuljahres 2020/21 am Burggymnasium in Altena erhielten von den Rotariern finanzierte Buchgutscheine.
+
Die Jahrgangsbesten des Schuljahres 2020/21 am Burggymnasium in Altena erhielten von den Rotariern finanzierte Buchgutscheine.

Weniger Aktivitäten, weniger Urkunden: Deutlich weniger Schüler und Schülerinnen am Burggymnasium in Altena wurden für ihre Leistungen im Schuljahr 2020/21 ausgezeichnet.

Altena – Weniger Freude als sonst dürfte der örtliche Buchhandel an der Bestenehrung des Burggymnasiums haben. Üblicherweise werden dort zu Schuljahresbeginn zwischen 40 und 50 Schüler mit Buchgutscheinen bedacht, die im Schuljahr zuvor mit guten schulischen Leistungen, aber auch durch besonderes soziales Engagement oder außergewöhnliche sportliche Leistungen aufgefallen waren.

Sport gab’s praktisch nicht im Schuljahr 2020/21, auch mit dem besonderen sozialen Engagement sei es angesichts von Lockdowns und Abstandsgeboten schwierig gewesen. So begründete es Schulleiter Hans-Ulrich Holtkemper, dass in diesem Jahr nur 13 Auszeichnungen vergeben wurden.

SFÖ: Erfolgreiches Modell für Schüler mit anderer Muttersprache

Elf gingen an die besten Schüler der jeweiligen Jahrgänge. In den fünften Klassen waren das im vergangenen Jahr Luisa Edelmann und Max Jäger. Aus der Jahrgangsstufe sechs wurde Ilka Freissler geehrt. Melanie Czarny und Phil Kauert bekamen die Preise für die Klasse sieben. Weil sie diese Ehrung und weitere Schulveranstaltungen musikalisch begleitete, gab es für Czarny zudem ein Extra-Präsent.

Franka Reckschmidt ist „ausgezeichnete Achtklässlerin“ und Leonie Japes war beste Schülerinnen der neunten Klassen. Aus der Einführungsphase der Oberstufe wurde Mika Kreisel geehrt und aus der Q1 Melina Heimowski. „SFÖ“ nennt sich ein Modell zur Förderung junger Menschen, deren Muttersprache nicht Deutsch ist.

Zwie Ehrungen der Besten pro Schuljahr

Sie erhalten zehn bis zwölf Stunden Deutschunterricht pro Woche, parallel dazu nehmen sie am Regelunterricht der für sie passenden Jahrgangsstufe teil. Dass dieses Modell zum Erfolg führen kann, zeigte sich beim letzten Abiturjahrgang, als ein Absolvent dieser SFÖ in den Abschlussprüfungen auf den Notendurchschnitt 1,9 kam. Danila Bobrov und Shaida Safdari sind auf dem besten Weg, es ihm nachzutun, und erhielten die Preise für gute Leistungen in den SFÖ-Kursen.

Jahrgangsbeste werden im BGA übrigens zweimal im Jahr geehrt. Nach den Zwischenzeugnissen werden die Buchpreise von zwei Stiftungen finanziert, die ehemalige Schüler gegründet haben. Nun wurden die Buchgutscheine vom Rotary-Club Altena-Werdohl-Plettenberg bezahlt, der das in allen Gymnasien seines Clubgebietes tut. „Den Rotariern ist es wichtig, dass ihr selbstbewusst mit euren Leistungen umgeht“, sagte Holtkemper mit Hinweis darauf, dass gute Schüler oft verschrieen seien. „Wer etwas leistet, ist kein Streber, sondern er verdient Anerkennung“, betonte der Schulleiter, der dem Club selbst angehört.

Essay und eigens Buch: Zwei junge Talente entdeckt

Zwei besondere Auszeichnungen gab es auch. Eine ging an Mücteba Yildrim aus der Q1, die mit einem Essay aus ihrer Feder erfolgreich am Landeswettbewerb Deutsch teilgenommen hat. „Ich schreibe gerne über meine Gedanken. Es hat sich gelohnt“, sagte sie.

Leander-Nicolas Beyhl aus der jetzigen Klasse 7c hat im vergangenen Schuljahr sogar ein ganzes Buch geschrieben und veröffentlicht – eine außergewöhnliche Leistung, die von der Lehrerin Jacqueline Hauke-Ludwig gewürdigt wurde. „Die Suche nach den Zwillingszauberstäben“ sei ein Werk, dass der Leser nicht so schnell aus der Hand lege. Das liege an der spannenden Geschichte, in der sich die Schülerin Marie Immergrün mit ihrer Lehrerin Annkatrin Streng auf die Suche nach dem bösen Herrn Gierig macht, bei der die beiden unter anderem die Katze Frau von Sonnengruß und den Raben Rudibert kennenlernen.

Das Buch sei aber auch deshalb gut zu lesen, weil der Autor dem Rat Joseph Pulitzers folge: „Was immer du schreibst, schreibe kurz, und sie werden es lesen. Schreibe klar, und sie werden es verstehen. Schreibe bildhaft, und sie werden es im Gedächtnis behalten.“ Das schrieb der Vater der modernen amerikanischen Tagespresse einst Autoren ins Stammbuch.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare