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Das Radeln soll in Altena besser werden

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Von: Jona Wiechowski

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Ein gutes Dutzend Einbahnstraßen gibt es in Altena, sechs könnten geeignet sein, für Fahrradfahrer in beide Richtungen freigegeben zu werden.
Ein gutes Dutzend Einbahnstraßen gibt es in Altena, sechs könnten geeignet sein, für Fahrradfahrer in beide Richtungen freigegeben zu werden. © Wiechowski, Jona

Mehr wollen sie tun für Radfahrer in Altena – da waren sich die alle Parteien im Stadtentwicklungsausschuss am Mittwoch einig. Unterstrichen wurde das allein mit der Fülle an Anträgen zu genau diesem Thema. Die ersten konkreten Vorschläge wurden auf den Weg gebracht.

Altena – So soll es – wie im CDU-Antrag gewünscht – zwei Parkmöglichkeiten am Behördenparkhaus geben. Konkretere Infos hatte Andreas Kisker, Abteilungsleiter Planen und Bauen. Demnach sollen auf der oberen Etage des Parkhauses auf der ohnehin für Zweiräder vorgesehenen Fläche zwei bis drei noch vorhandene Fahrradbügel installiert werden. Dabei handele es sich um eine einfache Möglichkeit, Fahrräder sicher abzuschließen – auch zwei mit einem Schloss. Interessant ist der Standort sowohl für Besucher des Rathauses als auch für Schüler und Lehrer des Burggymnasiums Altena. Denn eine Möglichkeit, Räder hier sicher abzustellen, fehlt bisher.

Neben dem „Käfig“

Der zweite Standort für Abschließ-Möglichkeiten für Fahrräder (mit und ohne E-Motor) in Rathausnähe soll unten ins Behörden-Parkhaus kommen – direkt neben den Fahrradkäfig für städtische Mitarbeiter, so Kisker, der von einem Pilotprojekt sprach, das bei Bedarf noch erweitert werden könne.

Befahren von Einbahnstraßen

Ein weiterer Punkt, der genauer angeschaut werden soll: Das Befahren von Einbahnstraßen mit Fahrrädern in beide Fahrtrichtungen, wie es in vielen anderen Städten schon möglich ist – das schwebte der SPD vor. Die kommissarische Ordnungsamtsleiterin Lisa Pflüger erklärte dazu, dass man sich bereits alle 13 Einbahnstraßen in der Burgstadt angesehen habe. Nach einem ersten Eindruck könnten davon sechs auch entsprechend freigegeben werden. Im Nachgang zum Ausschuss erklärte Pflüger auf Nachfrage der Redaktion, dass die Verwaltung zum jetzigen Zeitpunkt noch keine Straßennamen bekanntgeben wolle, da diese durch ein vorgegebenes Verfahren geprüft und freigegeben werden müssten. Der Rahmen dieses Verfahrens betrage „mindestens zwei Monate“. Entsprechende Verfahren gibt es auch für andere Straßen, wenn diese für Fahrradfahrer optimiert werden sollen – beispielsweise, wenn Durchfahrtsverbotschilder so geändert werden, dass Radler anschließend passieren dürfen, wie es die CDU in einem anderen Antrag forderte. Auch die Polizei müsse hier mit eingebunden werden, erklärte Pflüger.

Fußgängerzone wird geprüft

Außerdem hatte die CDU beantragt, das Fahrradfahren in der bisher als Fußgängerzone ausgewiesenen Straße Am Stapel zuzulassen, wo sich Altenas einziger Radladen befindet, der Stand heute eigentlich nicht mit dem Fahrrad angefahren werden dürfte. Die Verwaltung erklärte dazu, dass nicht nur Am Stapel für den Fahrradverkehr geprüft würde, sondern die ganze Fußgängerzone.

Grüne wollen noch mehr

Die Grünen begrüßten die Anträge der beiden größten Ratsfraktionen, wollten aber noch mehr und reichten ebenfalls einen Antrag ein. Die Forderung nach einem Unterausschuss, der die Verwaltung konkret in der Weiterentwicklung von Ideen für Fahrradfahrer unterstützen sollte, strichen sie aber letztlich, nachdem Nachfragen aufgekommen waren, die die Notwendigkeit hinterfragten.

Bauhof mehr in die Pflicht nehmen

Auch den Bauhof wollten die Grünen in ihrem Antrag in die Pflicht nehmen: Er müsse mehr als bisher auf Straßenschäden achten, die eine Gefahr für Fahrradfahrer darstellen und sie umgehend beseitigen. Das müsse angesichts der angespannten Verkehrslage in diesem Bereich vor allem für all die Routen gelten, die Radpendler zwischen Altena und Lüdenscheid nutzen. Im Ausschuss stellte die Verwaltung klar, dass das ausschließlich für Radfahrer nicht möglich sei. Schäden, die für Fahrradfahrer gefährlich seien, seien dies aber auch für Autos und würden entsprechend, so weit möglich, beseitigt, so Bürgermeister Uwe Kober (CDU).

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