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Ein Solarkraftwerk für den Balkon

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Von: Thomas Bender

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Balkon-Solarenergie: Die Mini-Kraftwerke müssen bei den Stadtwerken angemeldet werden.
Balkon-Solarenergie: Die Mini-Kraftwerke müssen bei der Enervie angemeldet werden. © Peter Dahm

Einen Einstieg in die persönliche Energiewende bietet der regionale Energiedienstleister Mark-E jetzt Kunden mit einem neuen Angebot: Der steckerfertigen Photovoltaikanlage „Mark-E Easy Solar Kit“. Diese auch als „Balkonkraftwerk“ bezeichneten Mini-Solaranlagen bestehen in der Regel aus ein oder zwei Photovoltaik (PV)-Modulen.

Altena – Solche Anlagen waren in Altena bereits im Sommer großes Thema. Die Ratsfraktion der Grünen hatte damals den Antrag gestellt, die Anschaffungskosten von rund 1000 Euro mit 250 Euro für bis zu 50 Anlagen pro Jahr zu bezuschussen, nachdem es ein solches Modell in einigen benachbarten Kommunen wie beispielsweise Balve bereits gibt (wir berichteten). Der Rat lehnte den Antrag mit den Stimmen aller anderen Fraktionen Ende August mehrheitlich ab. Unter anderem, weil Bürgermeister Uwe Kober in der Sitzung über ein Telefonat mit Enervie-Vorstand Erik Höhne berichtet hatte. Der Energieversorger plane ein Projekt mit solchen Anlagen, weil das Interesse der Kunden groß sei. Auch eine Fördermöglichkeit solle es geben, teilte das Stadtoberhaupt seinerzeit mit. Nun setzt Enervie die Ankündigung in die Tat um.

Anschluss an jede normale Steckdose

Die Mini-Solaranlagen des Energieversorgers können an eine handelsübliche Steckdose im Haus angeschlossen werden und den aus der Sonne gewonnenen Strom direkt in den Stromkreis des Haushaltes einspeisen. Die Nutzer können somit bis zu 15 Prozent ihres Strombedarfs abdecken. „Damit lässt sich insbesondere in Zeiten hoher Strompreise bares Geld sparen. Gleichzeitig leistet jede Stecker-Solaranlage durch die Produktion von 100-prozentigem Ökostrom einen Beitrag für aktiven und nachhaltigen Klimaschutz“, teilt das Unternehmen mit.

Angebot gilt auch für Mieter

Das neue Angebot der Mark-E richtet sich nicht nur an Hauseigentümer – auch Mieter und Wohnungseigentümer können die „Balkonkraftwerke“ nutzen. Das „Mark-E Easy Solar Kit“ besteht aus einem 410-Watt-Solarmodul, einem 350-Watt-Wechselrichter, einem Aluminiumständer für verschiedene Neigungswinkel sowie einem Schuko- und Wieland-Stecker zum Anschluss an das Stromnetz.

Mark-E Kunden erhalten ab sofort online (https://www.mark-e.de/stecker-solaranlage/) alle Informationen zu dem Projekt und können dort auch eine Vormerkung zur Bestellung vornehmen. Die Ausgabe der Stecker-Solaranlagen erfolgt ab Anfang Januar 2023 in einer zentralen Abgabestelle in Herdecke. Klimafair-Kunden der Mark-E haben zusätzlich die Möglichkeit, einen Förderbonus zu erhalten.

Überschüssiger Strom geht ins Netz

„Weiterer Vorteil für die Kunden: Für die Lieferung und Installation von Photovoltaik-Anlagen auf Wohngebäuden – hierzu zählen auch die Stecker-Solaranlagen – entfällt voraussichtlich rückwirkend ab 1. Januar 2022 die Einkommenssteuer, zum 1. Januar 2023 auch die Umsatzsteuer“, so die Mark-E.

Produziert die Stecker-Solaranlage kurzzeitig mehr Strom als für den Eigenbedarf notwendig, wird dieser Überschuss ins öffentliche Stromnetz eingespeist. Wichtig: Das „Balkonkraftwerk“ muss daher vor Inbetriebnahme beim örtlichen Netzbetreiber – hier in der Region bei Enervie Vernetzt – angemeldet werden. Dies ist über das Hausanschlussportal der Enervie Vernetzt (https://hav.enervie-vernetzt.de/) möglich. Außerdem ist eine Anmeldung im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur notwendig.

Zudem empfiehlt Mark-E vorab eine fachgerechte Überprüfung der Hausinstallation, nach Möglichkeit durch einen Fachbetrieb.

Kontakt

Interessenten erhalten alle wichtigen Infos rund um die „Stecker-Solaranlage“ und den „Klimafair-Tarif“ auf der Mark-E-Website unter www.mark-e.de oder per E-Mail an steckersolar@enervie-gruppe.de.

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