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60 Grad-Wäsche für Gläser

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Von: Jona Wiechowski, Thomas Bender

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Olaf Wenders (li.), Kundenbetreuer bei der Volksbank, bei der symbolischen Übergabe des Schecks an die Dahler Schützen. Die Maschine ist bereits gekauft.
Olaf Wenders (li.), Kundenbetreuer bei der Volksbank, bei der symbolischen Übergabe des Schecks an die Dahler Schützen. Die Maschine ist bereits gekauft. © Jona Wiechowski

40 Gläser bei 60 Grad spülen und das in nur 90 Sekunden: Dank einer 1000-Euro-Spende der Volksbank konnten die Dahler Schützen eine Spülmaschine anschaffen, mit der in kürzester Zeit viele Gläser gründlich gesäubert werden können.

Altena — „Die Spülmaschine ist die Voraussetzung dafür, dass in der Halle weiter Veranstaltungen stattfinden können“, erklärte Olaf Wenders von der Volksbank, der gleichzeitig auch Kassierer der Schützen ist. Denn mit dem Spülen bei 60 Grad werden Viren zuverlässig abgetötet, nicht zuletzt natürlich Coronaviren. Zuvor wurden Gläser mit Bürsten und kaltem Wasser gewaschen.

Eingeweiht wurde das neue Gerät am Samstag beim Baumpflanzfest vor der Dahler Schützenhalle. Auch für private Vermietungen sei die Maschine ein wichtiges Plus.

Grundsätzlich empfiehlt die Dehoga, also die Interessensvertretung der Hotels und Gaststätten, Geschirr bei mindestens 60 Grad zu spülen. Pflicht sei das aber nicht, sagt Stefanie Heckel, die Pressesprecherin des Dehoga-Bundesverbandes in Berlin.

Experimente im XXL-Format

40 Gläser in 90 Sekunden – das klingt gut, ist aber für größere Schützenfest wie das der Friedrich-Wilhelms-Gesellschaft viel zu wenig. Wenn deren Zeltwirt Otto Kühlung das Festzelt am Langen Kamp aufstellt, dann müssen in der Spitze einige tausend Gläser pro Stunde gespült werden. Natürlich sei es wünschenswert, in Zeiten der Pandemie mehr als bisher auf die Hygiene zu achten, meint Kühling-Geschäftsführer Ludger Emken.

Deshalb experimentiert das in Vechta ansässige Unternehmen mit Spülmaschinen im XXL-Format. Man habe eine angeschafft, die fest auf einem Anhänger verbaut sei und deren Leistungsvermögen man jetzt teste. Natürlich sei das eine erhebliche Investition, sagt Emken – man spare aber an anderer Stelle auch Geld, weil man beispielsweise nicht mehr hunderte von Metern Schlauch verlegen müsse. Auch die Personalkosten würden sinken, wenn maschinell gespült werde. „Ob das aber mit 0,2 Liter-Gläsern in diesem Umfang möglich ist, das muss sich erst noch zeigen“, sagt Emken. Auch er weist darauf hin, dass im Moment nirgendwo verbindlich festgelegt sei, dass Gläser bei 60 Grad gespült werden müssen.

Was das Schützenfest 2022 angeht, zeigte sich Emken im Gespräch mit unserer Zeitung optimistisch: „Ich glaube, dass das wieder funktionieren kann“, sagte er mit Hinweis darauf, dass es am Festzelt am Langen Kamp seit jeher effektive Einlasskontrollen gebe und die Einhaltung der 3 G-Regel deshalb besser gewährleistet werden könnte als anderswo. „Es muss klar sein, dass es für solche Großveranstaltungen von erheblicher Bedeutung ist, wie es um den Impfstatus der Bevölkerung bestellt ist“, sagt der Geschäftsmann.

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