Peter Möppel auf dem Dachboden

Dahler Sagen und Überlieferungen in der Lutherkirche

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Inge Dornseifer bei ihrem Vortrag in der Lutherkirche. Sie hatte interessante Geschichten aus dem Dahler Umfeld im Handgepäck.

Altena - Es gibt Geschichten, die sind so gut, dass man sie kaum erfinden kann. Einige davon trug am Donnerstag Inge Dornseifer im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Offene Lutherkirche“ vor. Es ging um Dahler Sagen und Überlieferungen.

Die Sache mit „Peter Möppel“ zum Beispiel. Das ist kein Mann, das war eine Maschine, die gemeinhin als „Perpetuum mobile“ bekannt ist, eine Maschine, die ohne Zufuhr von fremder Kraft stets und ständig arbeiten kann. 

Traum für die Drahtzieher

Was für ein Traum für die Drahtzieher, es gab immerhin 14 Rollen auf Dahler Gebiet. Sie waren um 1750 von der Wasserkraft abhängig, und wenn im Sommer die Bäche ausgetrocknet waren, standen die Wasserräder oftmals still – es herrschte dann Arbeitslosigkeit. 

Der Dahler Heimatverein um Horst Werner Stein hat 2006 in dem Band „Wie Salz auf Schmalz“ aufgezeichnet, was es mit „Peter Möppel“ auf sich hat. Wann genau die Arbeit an der Wundermaschine begann, ist offenbar nicht genau überliefert, aber 1834 heißt es im „Wochenblatt für den Kreis Altena“ dass diese Maschine „seit einigen Jahren in Dahle in der Geburt gestanden hat.“ 

Die Macher und angehenden Erfinder taten sich in einem „Consortium“ zusammen, trugen weiße Mützen und tagten im Haus Appelkamp, Neuenrader Straße 5. Irgendwann aber mussten sie erkennen, dass es wohl nichts wird mit ihrem Maschinchen. „Schadenfreude keimte auf“, hat der Heimatverein in seinem Bericht festgehalten. 

Ein Platz auf dem Dachboden

Aber so ganz trennen wollte man sich nicht von Peter Möppel. Er soll auf den Dachboden der Kirche gebracht worden sein, weil es da genug Platz gab. Was aus ihm wurde? „Wahrscheinlich ist Peter Möppel beim Umbau der Kirche 1932 abhanden gekommen“, schlussfolgert der Heimatverein. Auf jeden Fall habe man das Unmögliche versucht.

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