Dahler Musiker auf neuen Wegen

ALTENA ▪ Man kennt die 20 Musiker vor allem vom Schützenfest, mit ihren Flöten, Trommeln und der Lyra. Denn dort tritt der Tambourcorps Dahle regelmäßig auf. Doch dass die Musiker mehr können als kräftige Märsche zeigten sie am Dienstagabend in der Dahler Jugendbegegnungsstätte. Seit Anfang des Jahres geht die Gruppe musikalisch neue Wege. Das Ergebnis wurde nun erstmals im Rahmen einer musikalischen Abschlussprobe der Öffentlichkeit präsentiert. 20 Gäste waren dazu gekommen.

Der Dahler Tambourcorps sei anders als die meisten hier im Kreis, erklärte Pressereferent Marcel Goldbach. Die Musiker spielen nicht nur andere Stücke, sie sind auch überdurchschnittlich jung. Während benachbarte Gruppen Nachwuchssorgen plagen, haben die Dahler viele junge Mitglieder. Der Altersdurchschnitt läge derzeit bei Mitte 20. „Daher kommt es auch, dass wir nun auch andere Musik spielen“, erklärte Goldbach.

Bereits seit fünf Jahren habe man über eine musikalische Erweiterung nachgedacht. „Das Schwierigste war nicht die Musik an sich, sondern der Weg dort hin“, erinnerte sich Goldbach. Zunächst wurde das Instrumentensortiment um einige Perkussion-Instrumente erweitert. Und auch ein musikalischer Leiter musste her. Der Essener Patrik Wirth übernahm diesen Job. Alle zwei Wochen kommt er nun, um mit den 20 Musikern neue Lieder einzustudieren.

Fünf moderne Werke haben die Dahler mittlerweile im Programm. Am Dienstag präsentierten sie aber nicht nur die moderneren Sachen, sondern auch klassische Märsche. So einen gab es auch zum Auftakt, nämlich „Marsch um 1700“, ein Stück aus der Zeit von Friedrich dem Großen.

Danach wurde es still im Raum. „Wir spielen nun Only Time, das Lied ist bekannt geworden durch den Terroranschlag am 11. September“, erklärte Dirigent Wolfgang Müchler. Die Spannung war den Musikern anzumerken. Erstmals gab es ein neues Stück von ihnen zu hören. Während die Anfänge noch ein wenig zögerlich wirkten und auch nicht jeder Ton getroffen wurde, steigerten sich die Musiker stetig. Das sollte im weiteren Verlauf des Konzertes anhalten. Spätestens beim Karnevalsong „Viva Colonia“ oder bei Schlagern wie „Mamor, Stein und Eisen bricht“ kam dann richtig Stimmung auf.

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