Dahler Kindergarten wird umgebaut

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Neben dem Zuschuss für den Umbau des Kindergartens gab es natürlich auch neues Spielzeug. ▪

ALTENA ▪ Im Kirchenanbau der evangelisch-reformierten Kirche in Dahle herrscht derzeit viel Trubel. Der Kindergarten der Gemeinde hat hier vor drei Wochen eine neue Bleibe gefunden. Der Grund dafür: Die erste Etage des Kindergartens an der Hochstraße wird komplett renoviert. Ein Kindergartenbetrieb bei laufendem Umbau war nicht möglich. Alle Gemeindegruppen treffen sich bis Ende Februar im CVJM-Vereinshaus.

Innerhalb eines halben Tages war der Umzug komplett erledigt, erklärte Kindergartenleiterin Gitta Brozio. „Uns haben viele Eltern geholfen und die Firma Lechtenbrink hat uns ihren Lkw zur Verfügung gestellt“, ist die Leiterin dankbar für die große Unterstützung. Die wurde der Kindertageseinrichtung im Gottesdienst am Sonntag auch wieder vom Förderverein zuteil. Insgesamt 12 000 Euro stellt dieser für den Umbau und viele weitere kleinere Neuanschaffungen zur Verfügung. „Das sind alles Spenden von Dahler Bürgern“, erklärte die Vorsitzende Britta Hölper am Dienstagvormittag im provisorischen Kindergarten neben der Kirche.

Das Provisorium hätten Kinder und Erzieherinnen mittlerweile gut angenommen, erzählte Gitta Brozio. „Eigentlich ist es doch ganz schön, wenn die Kinder direkt auf dem Kirchhof spielen können und so nah bei der Kirche sind“, ergänzte Britta Hölper. Auch beim Umzug halfen die 41 Kinder mit. Gemeinsam mit den Erzieherinnen wurden die Kartons gepackt und die Materialien in der neuen Bleibe wieder eingeräumt. Im Kirchenanbau haben sich die Kinder schon eingespielt. „Es ist ja alles vorhanden“, so eine Erzieherin.

Einmal in der Woche gehen alle Kinder und die Erzieherinnen zu ihrem eigentlichen Kindergarten und schauen, wie die Umbauarbeiten vorangehen. Unter anderem wird der komplette Sanitärbereich erneuert. Für die Erweiterung der U3-Betreuung – von sechs auf zwölf Plätze – wird zudem ein abgetrennter Schlafraum geschaffen. Außerdem werden zwei kleinere Räume verbunden. Dort soll ein Gemeinschaftsraum für das Mittagessen, die Mitarbeiter und kleinere Versammlungen entstehen.

Für diese Investition sind die Spenden des Fördervereins unersetzlich. „Der Verein bringt einen nicht unerheblichen Teil des Trägeranteils auf. Das wird zunehmend wichtiger“, so Pfarrer Uwe Krause.

Zurückgehende Geburtenzahlen und sinkende Kirchensteuerzuweisungen machen die Spenden notwendig. „Vor 12 Jahren hatten wir 75 Kindergartenplätze (drei Gruppen) in Dahle und glücklich schätzen konnten sich Kinder, wenn sie mit vier Jahren einen Kindergartenplatz bekamen“, schreibt der Pfarrer im aktuellen Gemeindebrief. Heute sind es noch knapp 40 Kinder. ▪ ds

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