20 Dahler Bürger helfen ihren Nachbarn

Diese Dahler engagieren sich für ihre Nachbarn.

ALTENA ▪ „Unser Dorf hat Zukunft“ meinen die Dahler und tun auch was dafür. Die Aktion „Eine Stunde für Dahle“ ist einer von mehreren Bausteinen, die den Stadtteil attraktiver machen sollen. Innerhalb weniger Monate haben engagierte Bürger mit Unterstützung des Stellwerks eine „Nachbarschafts-Hilfsbörse“ auf die Beine gestellt, an der sich schon 20 Dahler beteiligen.

„Weil ich finde, dass man nicht allein auf der Welt ist“ – so begründet Esther Petersmann ihr Engagement. Für die engagierte Christin ist „eine Stunde für Dahle“ praktizierte Nächstenliebe, Sie bietet deshalb Fahrdienste und Hilfe bei Behördengängen an. Außerdem ist sie bereit, Schülern bei den Hausaufgaben zu helfen.

Alle Hilfsangebote seien auf jene beschränkt, die Hilfe auch nötig hätten. Das stellt Andreas Goseberg klar. „Eine Stunde in Dahle“ kann also nicht in Anspruch nehmen, wer einfach nur keine Lust hat, seinen Rasen selbst zu mähen. Goseberg und andere besuchen zur Zeit die Dahler Vereine, um dort für das Projekt zu werben: „Wenn 40 Menschen jeweils eine Stunde pro Woche für Dahle aufwenden, dann ist das so viel wie eine volle Stelle“, sagte er am Donnerstagabend bei der Mitgliederversammlung des CVJM.

Inzwischen hat die Initiative Flyer drucken lassen, die in den nächsten tagen im Dorf verteilt werden sollen. Darin wird über „Eine Stunde“ informiert. Ziel: Einerseits noch mehr Helfer finden, andererseits aber auch Hilfsbedürftige auf den neuen Dienst aufmerksam machen. Dass es die gibt, davon ist Andreas Goseberg überzeugt: „Dahle ist nicht mehr so, dass es hier nur Menschen gibt, die schon immer hier leben“, sagt er. Außerdem seien viele Jüngere weggezogen und hätten Eltern und andere, ältere Angehörige zurückgelassen.

Esther Szafranski gehört zu der Gruppe, die sich um die organisatorische Abwicklung kümmert. Zu diesem Zweck dockt sich „Eine Stunde für Dahle“ ans Stellwerk an. Dort sei die erforderliche Logistik bereits vorhanden, argumentieren die Dahler – „wir müssen ja das Rad nicht neu erfinden“. Konkret bedeutet diese Zusammenarbeit, dass sich sowohl Hilfesuchende als auch neue Anbieter von Dienstleistungen an das Stellwerk-Büro an der Lüdenscheider Straße wenden können. Es ist montags von 9.30 bis 12 und donnerstags zwischen 14.30 und 17 Uhr geöffnet. Telefonisch ist es unter der Nummer 0 23 52/20 92 33 zu erreichen, die E-Mail-Adresse lautet stellwerk@altena.de. ▪ Von Thomas Bender

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