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CVJM-Posaunenchor feiert 150-jähriges Bestehen

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Von: Michael Koll

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Die Mitglieder der Posaunenchors bliesen anlässlich des 150-jährigen Jubiläums kräftig in ihre Instrumente.
Die Mitglieder der Posaunenchors bliesen anlässlich des 150-jährigen Jubiläums kräftig in ihre Instrumente. © Koll, Michael

„Falls Ihnen das Konzert zu lang wird“, sagte der Leiter des CVJM-Posaunenchors Volker Grefe gleich zu Beginn des 90-minütigen Programms, „denken Sie daran: Das gibt es nur einmal und Sie sind jetzt dabei.“

Altena – Mit zahlreichen Unterstützungsmusikern aus Halver, Hemer, Schalksmühle, Meinerzhagen und Nachrodt-Wiblingwerde trat der Posaunenchor an, um sein 150-jähriges Bestehen im Gotteshaus zu feiern. „Gelobt sei Gottes Treue“ war das Jubiläumskonzert überschrieben. Die evangelisch-reformatorische Kirche in Dahle war zu gut zwei Dritteln gefüllt.

Kurzweilige Ansagen

Nach einem Jahr Planung, so Grefe, fand nun dieses einmalige Geburtstagskonzert statt. Im Zentrum des Nachmittags standen Kirchenlieder wie „Wie groß ist des Allmächtigen Güte“, welches der Posaunenchor zuvor nur ein einziges Mal – und zwar beim Gemeindefest 2008 – aufgeführt hatte. Es folgten aber beispielsweise mit „Intrade“ von Valentin Hausmann auch weniger klerikale Klänge, die beim Publikum gut ankamen. Zwischendurch machte Chorleiter Grefe immer wieder kurzweilige Ansagen. Er betonte unter anderem: „Vor 150 Jahren hatten Männer in ihren Berufen eine Sechs-Tage-Woche. Und täglich mussten sie zwölf Stunden arbeiten. Da wächst der Respekt umso mehr vor den jungen Männern, die den Posaunenchor einst gegründet haben.“

Auch ein Solo gefällt

Eineinhalb Jahrhunderte später besteht der Chor längst nicht mehr ausschließlich aus Posaunisten. Andere Blasinstrumente gehören mittlerweile zum Bild des Ensembles. Am Sonntag nun wurden sie auch noch von Organist Dankwart von Zadow begleitet. Dieser erhielt Gelegenheit für ein Solo. Er spielte das „Präludium G-Dur“, welches eindeutig als Werk von Johann Sebastian Bach zu erkennen war. Darüber hinaus ist es aber auch noch exakt das Stück, welches 1967 als erstes auf der Dahler Kirchenorgel jemals gespielt worden ist. Mit der „Rock-Fantasie“ von Haiko Schulz und „Leningrad“ von Billy Joel spielte der Posaunenchor auch ein paar zeitgenössische Kompositionen. Dabei bekamen sie dann noch instrumentale Unterstützung von Schlagzeuger Daniel Ossenberg-Engels und E-Gitarrist Simon Grefe.

Krönender Abschluss

Zum krönenden Abschluss des anderthalbstündigen Konzertes intonierten die Musiker „Highland Cathedral“ – ein mitnichten schottisches Lied. Es wurde vielmehr 1982 von den Deutschen Ulrich Roever und Michael Korb geschrieben, wie Konzertleiter Grefe zu erzählen wusste. Das Publikum spendete zum Ende des Jubiläumskonzertes stehende Ovationen. Zur Zugabe ertönte mit „Dahler Trärä“ die – so Volker Grefe, der nicht nur moderierte und dirigierte, sondern auch selbst Trompete spielte – „Dahler Nationalhymne“.

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