Dem CVJM fehlt die Mitte

Hiltrud Schlotmann-Kühn klagt über das Fehlen der „Mitte“.

ALTENA - Links die Alten, rechts die Jungen – so sah es am Donnerstagabend bei der Mitgliederversammlung des CVJM Dahle aus. „Die Mitte“, also Menschen zwischen 30 und 60, war fast ausschließlich am Vorstandstisch zu finden. Diese Altersgruppe fehle im Verein, zumindest als aktive Mitglieder, klagte Hiltrud Schlotmann-Kühn anschließend. Der Vorsitzenden macht das deshalb zu schaffen, weil im kommenden Jahr neue Vorstandsmitglieder benötigt werden und sie nicht so richtig weiß, wer dafür in Frage kommt.

Dieses Problem teilt der CVJM mit vielen anderen Vereinen. Ansonsten gab‘s kaum Grund zur Klage für Schlotmann-Kühn und ihr Team. Sicher: Der Seniorenkreis ist seit Jahren die größte Gruppe im Christlichen Verein Junger Menschen. Aber auch in den Jungscharen und Jugendgruppen herrscht reges Leben. Das sind übrigens ganz und gar uneigennützige Angebote: CVJM-Mitglied kann man frühestens mit 14 werden, die meisten Nutzer der Angebote (rund 200) sind nicht Mitglied im Verein.

Aus den Berichten der einzelnen Gruppen ergab sich am Donnerstag auch, dass die Generationen im Verein gut miteinander auskommen. Beispiel Badminton: Die jüngsten Trainingsteilnehmer sind elf, es spielen dort aber auch 80-Jährige.

Ein Dreieck steht als Symbol für den CVJM, es versinnbildlicht die Einheit von Körper, Geist und Seele. 2011 soll die Bewegung im Mittelpunkt stehen, sowohl das Vereinsfest als auch ein CVJM-Auftritt am Dorfcafé stehen unter diesem Motto. Was nicht bedeutet, dass nicht auch Bibelkreise, Besinnungstage und dergleichen mehr im Vereinsleben eine wichtige Rolle spielen würden.

Mit dem Vereinsheim an der Hasenkampstraße verfügt der CVJM über eine recht stattliche Immobilie. Das kostet Geld, folglich wird dem Kassenbericht in den Versammlungen große Bedeutung beigemessen. Kassierer Stefan Grefe musste mitteilen, dass die Sanierung der Küche trotz erheblicher Eigenleistung statt der geplanten 7000 zum Schluss 11 000 Euro gekostet hat. Dass trotzdem ein kleines Plus gemacht wurde, lag an Trauerspenden – drei im vergangenen Jahr verstorbene Mitglieder hatten verfügt, dass statt Blumenspenden eine Spende an den CVJM zu geben sei. Von Grefe unerwartet lagen die Spenden damit deutlich über den Beitragseinnahmen. Dass letztere im laufenden Jahr etwas höher ausfallen werden, liegt an der Aufnahme von sieben neuen Mitgliedern. Damit verfügt der CVJM Dahle jetzt über 169 Beitragszahler. ▪ Von Thomas Bender

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