Coronavirus: Zahnarzt-Patienten verunsichert

Zahnarzt
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Viele trauen sich nicht mehr zum Zahnarzt, weil sie fürchten, sich dort besonders schnell mit dem Coronavirus zu infizieren.

Altena – Wie gefährlich ist in Corona-Zeiten der Gang zum Zahnarzt? Das fragen sich derzeit viele Patienten. Die Zahnärzte spüren das.

Die Antwort: Eigentlich nicht gefährlicher als sonst, meint der Altenaer Zahnarzt Dr. Gunnar Wehner. Richtig sei natürlich, dass Viren sich gerne im Rachenraum tummeln, sagt er, „aber damit müssen Zahnärzte und ihr Personal ja schon immer leben. Deshalb haben wir gelernt, damit umzugehen“. 

Wehner verweist auf Grippewellen, aber auch auf Hepatitis und HIV: „Auch das sind Krankheiten, vor denen wir uns schützen müssen.“ So lange in den Praxen genug Schutzmasken, Handschuhe und Desinfektionsmittel vorhanden seien, müsse sich niemand Sorgen machen, meint der Zahnarzt. 

Fast nur Schmerzpatienten

Natürlich schaue man in diesen Zeiten genau hin, wen man behandelt: „Wer sich nicht gesund fühlt, sollte natürlich zuhause bleiben.“ Der Arzt berichtet von einer erheblichen Verunsicherung der Patienten. Viele Termine würden abgesagt, im Grunde behandele man im Moment nur noch Schmerzpatienten. 

Eine Umfrage unter Altenas Zahnärzten ergab, dass das fast überall so ist. „Für manchen Kollegen sind damit durchaus auch wirtschaftliche Ängste verbunden“, sagt Dr. Wehner und verweist auf Lohnkosten und Investitionen, die für Zahnarztpraxen notwendig seien. 

Das gelte umso mehr, als dass bisher unklar sei, welche Hilfen es für Praxen geben könnte, die durch den Patientenrückgang in Not geraten. Wehner: „Wir hängen in der Luft und das ist kein schönes Gefühl."

Mehr zum Coronavirus und den Auswirkungen auf die Region lesen Siehier im MK-Liveticker.

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