Kulturring kämpft mit Absagen

Coronavirus: Mittelaltermarkt auf der Kippe 

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Tausende Besucher kommen jedes Jahr zum Mittelaltermarkt - in Zeiten von Corona undenkbar.

Altena – Der Kulturring hat zu kämpfen mit all den Absagen wegen des Coronavirus. Und ob der Mittelaltermarkt stattfinden kann, ist zweifelhaft.

Kein Programm bis Mitte April: So steht’s auf dem Zettel in den Schaukästen des Kulturrings. Allerdings kann sich dessen Geschäftsführer Wolfgang Noack kaum vorstellen, dass es nach dem Ende der Osterferien mit der Kultur so weitergeht, als sei nichts gewesen. 

Deshalb ist er zurzeit dabei, neue Termine für die in der ersten Jahreshälfte geplanten Veranstaltungen zu suchen. Wenn der Kulturring Künstler engagiert, wird mit denen ein Vertrag geschlossen. 

Coronavirus: Anspruch auf Gage

Damit haben sie Anspruch auf eine Gage, die auch dann fällig wird, wenn der Auftritt nicht zustande kommt. „Jedenfalls dann, wenn der Künstler selbst das nicht zu verantworten hat“, schildert Noack die Rechtslage. 

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Bisher habe aber keiner der Interpreten. mit denen er gesprochen hat, auf Erfüllung des Vertrages bestanden. Noack sagt allerdings trotz Coronavirus die Veranstaltungen auch nicht einfach ab. 

Er bemüht sich, gemeinsam mit den Künstlern Ausweichtermine zu suchen. „Es macht aber keinen Sinn, jetzt alles in den Herbst zu verschieben“, sagt der Kulturring-Geschäftsführer. 

Begrenztes Budget

Manche für dieses Jahr geplante Veranstaltung werde deshalb wohl erst im kommenden Jahr stattfinden können. Noack ist sich darüber im Klaren, dass die Situation für viele Künstler extrem schwierig ist. 

Das Budget des Kulturrings ist begrenzt, die ganz großen Stars kann Noack nicht bezahlen. Viele der in Altena auftretenden Künstler hätten schon bei Normalbetrieb kaum genug Einnahmen. 

Wenn jetzt ihre Gagen komplett wegbrächen, dann seien die 9000 Euro, die auch Musiker, Kabarettisten und andere Künstler vom Staat beantragen können, nur ein Tropfen auf den heißen Stein: „Viele Künstler werden in Hartz IV landen“, lautet Noacks düstere Prognose.

Kaum unterschriebene Verträge 

Unklar ist derweil, was aus dem Mittelaltermarkt wird. Das Programm steht, die Verträge sind vorbereitet, aber größtenteils noch nicht unterschrieben. Noack gibt zu erkennen, dass das seiner Ansicht nach auch so bleiben sollte. 

Nach allem, was man heute wisse, sei es kaum vorstellbar, dass in vier Monaten am Lenneufer ein Event mit Tausenden von Besuchern stattfinden könne, sagt er. Der Mittelaltermarkt ist eine Gemeinschaftsveranstaltung des Kulturrings und des Märkischen Kreises, mit dem man bald zu einer Entscheidung kommen müsse, wie Noack meint.

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