Coronavirus: So läuft's auf dem Wochenmarkt Altena

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Premiere: Daan und Bob Oostdam sind das erste Mal als Händler auf dem Wochenmarkt.

Altena –Die Stimmung ist gut, das Geschäft läuft - und in Zeiten der Krise rücken die Bürger  auf dem Wochenmarkt zusammen.

Donnerstag, 19. März: Zum ersten Mal findet ein Wochenmarkt unter den besonderen Bedingungen der allgemeinen Schutzmaßnahmen vor dem Coronavirus statt. Die Altenaer kommen, nehmen die Angebote wahr. 

Auch die Anzahl der Händler weicht nicht stark von anderen Markttagen ab. „Wir hatten 13 Händler“, berichtet Kerstin Sonntag vom Ordnungsamt. Das sei im üblichen Rahmen. „Manchmal sind es 15.“ 

Händler nicht unzufrieden

Eine Premiere war der Markttag für die Brüder Daan und Bob Oostdam aus Iserlohn. Sie waren mit einem Blumenstand in der Nähe des Lutherhauses platziert. Es gab Schnittblumen, Topfblumen und bepflanzte Schalen. „Jeder spricht über Corona, aber die Leute sind doch gut drauf“, sagt Daan Oostdam. 

Und wie laufen die Geschäfte? „Wir sind nicht unzufrieden“, meint Daan. „Soweit läuft es gut. Es muss sich ein bisschen einspielen“, sagt auch Kathrin Köster, Verkäuferin am Stand der Bäckerei Kamm. 

Nette Geste am Bäckereistand.

Nette Szene am Rande: Eine Marktbesucherin entdeckt den Bienenstich in der Auslage. „Schade. Ich habe kein Geld dabei, wollte nur mein Essen abholen.“ Die Kundin nebenan reagiert spontan: „Ich leihe Ihnen bis nächsten Donnerstag fünf Euro. Wir können uns ja hier wieder treffen.“ 

Schon die Großeltern von Ralf Moritz aus Iserlohn kamen mit Obst und Gemüse zum Wochenmarkt. „Die Geschäfte laufen nicht schlecht, vielleicht ist es etwas ruhiger als sonst.“ Recht viele Besucher seien in der Früh gekommen. 

Humor behalten

Moritz beweist Humor: „Wenn es mal nicht mehr läuft, dann stelle ich mich hierhin und verkaufe Toilettenpapier – das geht immer.“ 

Der Senior unter den Markthändlern ist Ernst Frommann aus Plettenberg. An seinem Stand verkauft der 83-Jährige Kartoffeln und andere Feldfrüchte. Das Alter sei kein Hindernis, meint der sympathische Händler: „Ich kann noch rechnen und arbeiten.“ 

Die Marktbesucher hätten sich etwas vorsichtiger als sonst gezeigt, hielten mehr Abstand. Sonst laufe es bei ihm gut. „Es wird wohl einer da oben sein, der ein bisschen auf uns aufpasst“, sagt er und zeigt gen Himmel.

All aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus im MK finden Sie in unserem Ticker.

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