Corona-Schutzverordnung

Sperrstunde: Wirte resignieren

Lazarus Oustabasidis (r.), der die Bierstube „Taverne“ an der Lennestraße betreibt,  resigniert angesichts der Sperrstunde ab 23 Uhr.
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Lazarus Oustabasidis (r.), der die Bierstube „Taverne“ an der Lennestraße betreibt, resigniert angesichts der Sperrstunde ab 23 Uhr.

Ratlos und resigniert: Die Stimmung ist schlecht unter den Wirten in Altena. Die Sperrstunde verschärft ihre angespannte Situation

Altena – Eher ratlos zeigten sich die Wirte in Altena, als sie von den neuen, verschärften Regeln erfuhren, die seit dem 23. Oktober gelten. Sie haben seit Monaten mit den Folgen der Corona-Pandemie zu kämpfen. Nun gibt es die Sperrstunde – und somit keinen Ausschank von Alkohol mehr zwischen 23 und 6 Uhr.

Café zur Burg: „Die Leute kommen nicht mehr“

„Damit kommt keiner mehr klar“, meint Sylvia Frahm vom Café zur Burg an der Freiheitstraße mit Blick auf die sich ständig ändernden Regeln im Corona-Schutzprogramm. An Markttagen gebe es ja noch ein gewisses Maß an Betrieb bei ihr im Café. Aber sonst „kommen die Leute nicht mehr“.

Aber die Gastronomin will zuversichtlich bleiben: „Die Hoffnung stirbt zuletzt“, sagt Sylvia Frahm, und ergänzt: „Wollen wir das Beste hoffen.“ Ähnlich fiel die Reaktion im Bierstübchen „Taverne“ an der Lennestraße aus. „Wir wissen noch gar nichts und müssen abwarten“, sagte Susanna , die mit ihrem Mann Lazarus die kleine Gaststätte in der Innenstadt betreibt.

„Taverne“: „Nichts mehr wie sonst“

„Aber wenn es so kommt, dann kommt es so“, meint sie mit Blick auf die Sperrstunde und etwas Resignation klingt in ihrer Stimme mit. „Es ist eben nicht mehr wie sonst.“

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Auch lenneabwärts, im Cafe Ko am Markaner, ist die Stimmung nicht die beste. So wie die Lage in den vergangenen Wochen war, habe man noch halbwegs über die Runden kommen können, sagt Gastwirt Dimitrios Apostolidis. Aber nun? „Wie willst du das alles weiter machen?“

Café KO: „Es ist sehr anstrengend“

Es gebe jetzt schon Rückgänge von 30 bis 40 Prozent in der gesamten Gastronomie-Branche. Wenn die Auflagen nun wieder verschärft werden und er nach 23 Uhr kein Bier mehr verkaufen darf, das viele Altenaer gern auch mal zu späterer Stunde bei ihm trinken, dann sehe er Schwarz.

Dimitrios Apostolidis sagt: „Es ist sehr anstrengend.“ Er bekam im Frühjahr erhebliche Probleme, weil eine viel zu große Menschenansammlung in und vor seinem Café feierte.

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