Mit Blaulicht und Maske: Wie sich die Feuerwehr beim Einsatz vor Corona schützt

Feuerwehr Altena beim Einsatz in der Innenstadt: Alle Retter tragen Masken.
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Die Feuerwehr Altena beim Einsatz in der Innenstadt: Alle Retter tragen Masken.

Treffen im Gerätehaus, nur wenn es unbedingt sein muss. Zum Einsatz geht‘s nur mit Maske: Corona hat für die Feuerwehr viel verändert.

Altena – Keine Treffen der Kinderfeuerwehr mehr. Der Übungsbetrieb für die Jugend nur online. Und in die Gerätehäuser der Feuerwehr dürfen die Ehrenamtlichen nur dann, wenn’s wirklich sein muss: Altenas Feuerwehr schaltet ein weiteres Mal in den Corona-Notbetrieb.

„Oberstes Ziel ist es, dass die Leute gesund bleiben und wir einsatzfähig sind.“ So lautet die Devise, die Wehrführer Alexander Grass ausgibt. Der regelmäßige Einsatzdienst, zu dem sich die Löschgruppen meistens am Sonntagmorgen treffen, wurde deshalb ausgesetzt. Nur noch unabdingbar notwendige Kontroll- und Wartungsarbeiten würden im Moment vorgenommen, erklärt Grass.

Abstandhalten im Einsatzfahrzeug nicht möglich

Und wenn es brennt, dann kommt die Wehr nicht nur mit Tatü-Tata, sondern auch mit Maske. „Auf so einem Löschfahrzeug sitzen bis zu acht Leute. Abstand halten ist da gar nicht möglich“, erläutert Grass. Auch an den Einsatzstellen wird der Mund-Nasenschutz getragen.

Wenn die Fahrzeuge in die Gerätehäuser zurückkehren, werden nicht nur Schläuche getrocknet und Atemluftflaschen aufgefüllt. „Wir desinfizieren auch das gesamte Fahrzeug“, erklärt Grass. Alle Infos und aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus im MK finden Sie in unserem News-Blog.

Jahresdienstbesprechung wohl anders als sonst

Der komplette Fahrgastraum und sämtliches Material, das im Einsatz benötigt wurde, werden mit Hygienetüchern abgewischt. Außerdem wird nach Einsatz-Ende Buch geführt: Der Einsatzleiter muss genau dokumentieren, welche Feuerwehrleute im Einsatz waren.

Er gehe nicht davon aus, dass sich das Infektionsgeschehen im Laufe des Winters so weit abmildere, dass größere Zusammenkünfte bald wieder möglich seien, meint Grass. Deshalb hat er die Führer der einzelnen Löschgruppen per E-Mail darauf hingewiesen, dass die für Anfang Februar geplante Jahresdienstbesprechung mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht im gewohnten Rahmen stattfinden kann.

Keine Lehrgänge: Ausbildungsstau

Üblicherweise versammeln sich dazu alle Feuerwehrleute in der Dahler Schützenhalle. Berichte hören die Teilnehmer dann und klatschen für ihre Kollegen, die befördert werden. „Den Bericht der Wehrführung wird es auch für 2020 geben“, sagt Grass. Er werde dann halt per Mail verschickt. Die Beförderungen könne man vielleicht im Sommer feiern, hofft der Wehrführer.

Wobei deren Zahl wohl niedriger sein wird als sonst, weil weniger ausgebildet worden ist. „Wir haben Glück gehabt, dass wir einen Grundlehrgang noch so gerade eben abschließen konnten“, sagt Grass.

Bislang kein infizierte in der Feuerwehr Altena

Überörtliche Lehrgänge habe es in diesem Jahr so gut wie gar nicht gegeben, berichtet der Wehrführer und sieht in diesem Zusammenhang ein Problem auf alle Feuerwehren zukommen: „Da entsteht ein Ausbildungsstau. Es kann dauern, bis der abgearbeitet ist.“

Gesund bleiben – das ist es, was sich heute jeder wünscht. „Bisher haben wir Glück gehabt“, sagt Grass. Es gebe in der Altenaer Feuerwehr noch keinen einzigen Coronafall.

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