Grippeimpfung boomt: Manchen Praxen geht der Impfstoff aus

Die Grippeimpfung ist gefragt in Altena und Nachrodt.
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Die Grippeimpfung ist gefragt in Altena und Nachrodt.

In den Arztpraxen an der Lenne ist derzeit der Teufel los. Viele wollen sich gegen Grippe impfen lassen. Manche Praxen warten händeringend auf Impfstoff.

Altena/Nachrodt –Pausenlos klingelt das Telefon, oft sind die Leitungen besetzt, es gibt viele Patienten auf der Warteliste. „Uns brummt hier der Kopf, es ist unvorstellbar viel los“, sagt eine Mitarbeiterin der Gemeinschaftspraxis von Dr. Frank Leienbach und Dr. Andreas Hanke an der Kirchstraße in Altena. Grippeimpfungen sind derzeit das eine große Thema, Corona das andere.

Coronavirus: impfbereitschaft steigt erheblich

Die Impfbereitschaft ist in der Bevölkerung stark gestiegen. „Nach dem Impfstoff fragen die Leute jeden Tag. Wir haben ihn bestellt, aber wird warten darauf“, sagt eine Mitarbeiterin in der Praxis von Dr. Peter Steinkusz an der Bahnhofstraße in Altena. „Das Thema Grippeimpfung und die Nachfrage danach ist viel größer als in anderen Jahren“, berichtet auch Matthias Hartig, Facharzt für Allgemeinmedizin, an der Altenaer Straße in Nachrodt.

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Impfstoff könnte in Deutschland knapp werden

Die Zahl der Patienten, denen Hartig das schützende Präparat bereits verabreicht hat, schätzt der Mediziner auf rund 1000. Zuerst seien Personen über 60 Jahre an der Reihe gewesen und chronisch Kranke. So sei das auch vom Robert-Koch-Institut empfohlen.

Gesundheitsminister Jens Spahn habe ja von 34 Millionen Impfeinheiten für Deutschland gesprochen – „und die hätten in anderen Jahren auch gereicht“, schätzt Hartig und fürchtet, dass diese Menge in diesem Winter unter Umständen nicht reichen könne. Ähnliche Erfahrungen machen die Mediziner der Nachbarkommunen.

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