Versammlung in Corona-Zeiten: Freunde der Burg gehen neue Wege - mit überraschendem Ergebnis 

Per Brief sollten die Burgfreunde in Altena abstimmen. Die Resonanz war riesig.
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Per Brief sollten die Burgfreunde in Altena abstimmen. Die Resonanz war riesig.

Der Mut hat sich ausgezahlt: Die Freunde der Burg haben ihre 360 Mitglieder um schriftliche Abstimmung gebeten.

Altena – Neue Wege ist ein Altenaer Verein in Corona-Zeiten gegangen – und dafür mit einer großen Resonanz belohnt worden. „Es wird ein gültiges Ergebnis geben.“ Bernd Falz, Vorsitzender der Freunde der Burg, zeigt sich sehr zufrieden mit der Beteiligung der Mitglieder am schriftlichen Umlaufverfahren, das in diesem Jahr aus Gründen des Corona-Schutzes erstmals die Mitgliederversammlung ersetzt.

Die Mitglieder waren aufgerufen worden, über die Entlastung des Vorstandes auf schriftlichem Weg abzustimmen – und machten davon reichlich Gebrauch. 50 Prozent der Mitgliederstimmen, also 180, waren erforderlich, am Donnerstag – vier Tage vor Fristende – lag die Rücklaufquote bei „über 70 Prozent“, wie Bernd Falz berichtet. „Damit habe ich durchaus gerechnet“, sagt Falz. „Wir sind ein sehr lebendiger Verein.“ Die Abstimmungsfrist endet am Sonntag.

Mitglieder erhalten Brief mit Ergebnis

Alle rund 360 Mitglieder hatten einen Brief bekommen, in dem es um vier Tagesordnungspunkte ging: Der Geschäftsbericht des Vorsitzenden und der Bericht des Schatzmeisters für das Jahr 2019 sowie der Bericht der Kassenprüfer waren zur Kenntnis zu nehmen, zentraler Punkt aber war die Entlastung des Vorstandes. Denn nur mit dieser bleibt der Verein rechtlich handlungsfähig.

„Wir hoffen jetzt, dass wir im nächsten Jahr wieder eine ganz normale Mitgliederversammlung abhalten können“, richtet Bernd Falz den Blick in die Zukunft. Nach Sonntag sollen die Stimmen ausgezählt werden, denn werde es ein Rundschreiben an alle Mitglieder geben, in dem über das Ergebnis informiert wird.

„Die Leute stehen dahinter, wenn es darauf ankommt“

Das ist auch der Grund, warum sich der Vorsitzende noch nicht zum möglichen Ergebnis der Abstimmung äußern will. „Wir müssen die Wege und die Fristen einhalten“, sagt Falz mit Blick darauf, dass ja noch bis zum Sonntag abgestimmt werden kann.

Eng mit der Spitze des Vereins verbunden ist Dr. Christiane Todrowski. Als wissenschaftliche Fachkraft begleitet die Leiterin des Kreisarchivs stets die Programmgestaltung eines jeden Jahres – in diesem Jahr fiel freilich einiges flach.

Es sei „sehr schnell gegangen, dass wir mehr als 50 Prozent der Stimmen zurückbekommen haben“, berichtet Dr. Todrowski. Sie spricht in diesem Zusammenhang und angesichts des neuen, ungewöhnlichen Weges von einer „sensationellen Reaktion“. Die Historikerin lobt: „Die Leute stehen dahinter, wenn es darauf ankommt.“

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