Änderung bei Gottesdiensten

Auch vor Kirchen macht das Coronavirus nicht Halt

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Bleibt leer: das Weihwasserbecken in den Kirchen.

Kein Weihwasser, abgespecktes Abendmahl - womöglich gar kein Gottesdienst. Auch die Kirchen reagieren auf das Coronavirus.

Altena – Die Weihwasserbecken in den katholischen Kirchen St. Matthäus (Altena), St. Theresia (Evingsen) und St. Josef (Nachrodt) sind leer. „Wir folgen den Empfehlungen der Deutschen Bischofskonferenz, die bereits am 26. Februar Richtlinien zur Vermeidung von Ansteckungen mit dem Coronavirus erlassen hat“, sagt Pfarrer Ulrich Schmalenbach. 

Zusätzlich wird der Empfang der Heiligen Eucharistie nur durch Handkommunion und eben nicht mehr durch Mundkommunion praktiziert. Die Katholiken verzichten zudem auf eine gemeinsame Kelchkommunion und direkten Körperkontakt. 

Coronavirus: "Überzogene Ängstlichkeit vermeiden"

„So gibt es weder ein Händeschütteln noch eine Umarmung, etwa beim Friedenszeichen nach dem Friedensgruß des Priesters im Gottesdienst“, erläutert Schmalenbach. 

Gottesdienstbesucher sollten sich auch nicht zu eng im Kirchenraum zusammensetzen. Er schließt sich diesen empfohlenen Schutzmaßnahmen der Bischöfe vollinhaltlich an, rät aber auch dazu, „eine überzogene Ängstlichkeit zu vermeiden“. 

Ähnlich sieht es Martina Espelöer, Superintendentin des auch für Altena und die Höhendörfer (Evingsen, Dahle) und Teile der Rahmede (Friedrichskirche) zuständigen Kreiskirchenamtes Iserlohn. Sie hat erst gestern allen Gemeindeleitungen neue Warnhinweise übermittelt. 

Keine Konfi-Fahrten wegen Coronavirus

Auch in der evangelischen Kirche gilt: Verzicht auf Händeschütteln, etwa bei der Begrüßung oder zum Abschluss von Gottesdiensten. Die Feier des Heiligen Abendmahles sollte nur mit Einzelkelchen oder nur mit Brot durchgeführt werden – oder gar ganz ausfallen. Außerdem schickt das Coronavirus Schüler früher und länger in die Osterferien.

In Absprache mit den Presbyterien gibt sie grünes Licht dafür, Gottesdienste ganz abzusagen. „Wir reden bei diesem Schritt von Reduktion, nicht Abbau, das ist mir wichtig.“ 

Sie empfiehlt auch, Kirchencafé-Veranstaltungen auszusetzen und Konfirmanden-Fahrten bis nach Ostern nicht durchzuführen. Das Kreiskirchenamt bleibt ab sofort für den Publikumsverkehr geschlossen, viele Mitarbeiter arbeiten im Homeoffice. Für Espelöer sind diese Schritte eine „Frage der Solidarität. Wir müssen als Kirche mitgehen“. Auch Fortbildungen und Dienstfahrten sind zunächst ausgesetzt.

Welche Termine in Altena ausfallen, erfahren Sie hier.

Alles Aktuelle zum Coronavirus aus dem MK erfahren Sie in unserem Ticker.Über die Auswirkungen des Coronavirus in ganz NRW berichten wir hier im News-Ticker.

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