Zeltwirt: Absagen der Großevents gefährden ganze Branche

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2018 wurde im Festzelt groß Schützenfest gefeiert. 2021 wird es wohl kein fest - und somit auch kein Zelt geben.

Altena – Es sieht düster aus für die Zeltbetreiber, sagt Ludger Emken. Corona macht der Branche zu schaffen. Dennoch kann der Zeltwirt die Absage des Schützenfests 2021 in Altena nachvollziehen.

„Dieses Signal ist für uns natürlich schade.“ Mit diesen Worten reagiert Ludger Emken auf die sich abzeichnende Absage des Schützenfestes 2021. Er ist Geschäftsführer der Otto Kühling GmbH in Vechta, die seit vielen Jahren für den Aufbau des Festzeltes und die Bewirtung der Altenaer zuständig ist. 

Coronavirus in Altena: Pandemie  ist in den Köpfen

Kritisieren will Emken den Vorstand der Friedrich-Wilhelms-Gesellschaft allerdings nicht: „Vielleicht ist das sogar die richtige Entscheidung“, sagt er. So lange die Pandemie noch in den Köpfen ist, sei an ein unbeschwertes Feiern wohl kaum zu denken. 

Emken teilt aber die von Wolfgang Noack und Tlako Mokgadi geäußerten Bedenken, dass Künstler, Schausteller und andere von Großveranstaltungen abhängige Branchen durch das zunächst bis Ende Oktober geltende Verbot von Großveranstaltungen schweren Schaden nehmen könnten. 

Gesellschaft fehlen Feste

„Wir waren die ersten, die nicht mehr arbeiten konnten, und wir werden die letzten sein, die das wieder dürfen“, sagte Emken. Er glaube nicht, dass es ab November weitergehe wie zuvor: „Um unsere Weihnachtsmärkte mache ich mir Sorgen.“ 

Seine Bedenken gehen aber noch weiter: „Was ist das für eine Gesellschaft, in der nicht getanzt und gelacht wird?“, sagte er. Dem Zusammenleben fehle etwas, wenn Feste weiterhin ausfallen müssen. 

Ludger Emken, Chef der Otto Kühling GmbH in Vechta, die Festzelte aufbaut und betreibt.

Die Firma Kühling hat etwa 50 Mitarbeiter. Die meisten davon sind in 100-prozentiger Kurzarbeit. Saisonarbeiter, insbesondere aus Osteuropa, sind gar nicht erst nach Deutschland gekommen. Die Lkw des rund 60 Jahre alten Unternehmens sind abgemeldet, die Zelte werden nur noch vereinzelt gebraucht. 

Nach Tönnies: Zelte für Schlachtereien

Kühling stellte zum Beispiel Lagerzelte für Industriebetriebe auf und kommt gerade mit Schlachtereien ins Geschäft. Dort interessiert man sich nach dem Ausbruch des Coronavirus bei Tönnies für Zelt-Lösungen, weil in den Mensen und in anderen Bereichen die vorgeschriebenen Mindestabstände nicht eingehalten werden können.

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