Wiedersehen am Muttertag: Das müssen Besucher in Seniorenheimen beachten

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Anstand halten gilt bei den besuchen auf der Terrasse des Seniorenheims.

Altena/Nachrodt-Wiblingwerde – Endlich wieder Besuch ab Muttertag: Angehörige und Bewohner von Seniorenheimen freuen sich. Doch die Treffen finden unter hohen Schutzregeln statt.

„Wir sind intensiv mit der Vorbereitung beschäftigt, um an Muttertag wieder Besucher empfangen zu können“, sagt Petra Winkler, Leiterin des Ellen-Scheuner-Hauses in Altena und des Perthes-Hauses in Nachrodt. Nur wenige Tage Zeit bleiben ihr und ihren Teams, um die Hygienerichtlinien für die Wiedereröffnung umzusetzen. 

„Die Besuche sollen alle draußen stattfinden oder in Ausnahmen in separaten Räumen“, sagt die Leiterin. In beiden Einrichtungen gebe es Terrassen, um das gut umsetzen zu können. In diesen Tagen werden diese hergerichtet. In beiden Einrichtungen werden dazu Tische mit ausreichend Abstand platziert. 

Coronavirus in Altena: Ausgeklügeltes Wegesystem

„Zusammen mit dem Haustechniker mache ich mir noch Gedanken, inwiefern zusätzlich mit Flatter- oder Klebeband etwas abgesperrt werden könnte“, sagt Petra Winkler. In Nachrodt befindet sich die Terrasse seitlich vor dem Haus, sodass die Besucher das Gebäude gar nicht betreten müssen. 

In Altena ist das etwas schwieriger. „Die Besucher werden über einen gesonderten Weg zur Terrasse geführt und die Bewohner über einen anderen, sodass sie sich nicht begegnen“, schildert Petra Winkler. Zudem müsse gesteuert werden, dass sich die Besucher untereinander nicht in zu großer Zahl auf den Gängen begegnen. 

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„Es wäre klug, wenn sich die Besucher terminlich mit uns abstimmen, damit keine langen Wartezeiten entstehen. Das würde eine gute Planung ermöglichen“, sagt Petra Winkler. Denn schließlich könne nur einer bestimmten Anzahl an Personen gleichzeitig Zutritt gewährt werden, um ausreichenden Abstand halten zu können. 

Coronavirus in Altena: zwei Stunden Besuch pro Tag

Maximal zwei Stunden Besuch mit maximal zwei Personen pro Bewohner und Tag sind erlaubt. Wie viele Angehörige den ersten Besuchstag an Muttertag wahrnehmen, kann die Leiterin nicht abschätzen. „Auch vor Corona war der Besucherandrang an Muttertag immer unterschiedlich“, erklärt sie. 

Um mögliche Infektionswege nachvollziehen zu können, muss jeder Gast vor dem Betreten der Einrichtung seine Kontaktdaten angeben und Fragen zu seinem Gesundheitszustand beantworten. Zudem gilt Maskenpflicht. 

In Ausnahmefällen können auch Bewohner auf ihren Zimmern besucht werden, wenn diese bettlägerig sind. Hier ist aber nur der Besuch von einer Person mit zusätzlicher Schutzkleidung erlaubt. 

Coronavirus in Nachrodt: Besucher müssen Termine machen

Auch im Seniorenheim Nachrother Hof sind ab Sonntag wieder Besuche möglich. „Wir haben einen Besucherraum mit einem separaten Eingang eingerichtet“, sagt Einrichtungsleiter Simon Kaddatz. Bewohner und Angehörigen wurden über die Regeln informiert. Ein Besuch ist nur mit Termin möglich. Dadurch kann die Einrichtung festhalten, wer wann seine Angehörigen besucht hat. 

Die Besucher melden sich am Haupteingang und werden dann am Seiteneingang hereingelassen, der sich direkt neben dem Besucherraum befindet. Hier wurde ein großer Tisch mit ausreichend Abstand zwischen den Stühlen platziert. Zusätzlich zum Mundschutz, den alle Gäste tragen müssen, wurde auf dem Tisch ein Spuckschutz installiert.

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