Zu wenig Personal: Altenas Jugendzentren bleiben weiter geschlossen

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Das JuZ29 an der Lüdenscheider Straße bleibt vorerst ebenso geschlossen wie die Begegnungsstätten auf dem Nettenscheid und in Dahle.

Altena – Viele Jugendzentren öffnen wieder - in Altena bleiben alle Treffs geschlossen. Nicht die einzige traurige Nachricht für Kinder.

Corona hat gravierende Folgen für das Kinderferienprogramm der Stadt Altena. Eltern, die ihr Kind für eine der drei Angebote angemeldet haben, bekamen jetzt Post vom Jugendamt. 

Juist geht in diesem Jahr gar nicht. Die zweiwöchige Freizeit im städtischen Kinder- und Jugenderholungsheim wurde ersatzlos gestrichen. 

„Wir können unmöglich zehn Kinder in einem Raum übernachten lassen“, sagt dazu Agnes Goniwiecha, die städtische Abteilungsleiterin für Jugend und Soziales. 

Coronavirus in Altena: Nur eine Woche pro Kind buchbar

Einschnitte gibt es aber auch bei den Aktionen in Altena. Geplant waren zwei jeweils zweiwöchige Aktionen in und an der Begegnungsstätte auf dem Nettenscheid. Es bleibt dabei, dass dort insgesamt vier Wochen Betreuung angeboten werden. 

Allerdings kann vorerst jedes Kind nur eine Woche daran teilnehmen. Grund dafür seien die Hygiene- und Abstandsvorschriften, erklärt die Abteilungsleiterin. Sie führen dazu, dass höchstens 15 Kinder gleichzeitig betreut werden können. Die Eltern sollten der Stadt  mitteilen, welchen Betreuungszeitraum sie wünschen. 

Vor ähnlichen Problemen stand auch die evangelische Kirchengemeinde, die in Kooperation mit der Stadt eine einwöchige Kinderferienaktion im Mühlendorf geplant hatte. Diese wurde bereits im Mai abgesagt. 

Mitarbeiter länger krank

Geschlossen bleiben bis auf Weiteres auch die Jugendbegegnungsstätten in Dahle und auf dem Nettenscheid sowie das JuZ 29 an der Lüdenscheider Straße. 

Grund sei ein Personalproblem, erklärt Goniwiecha. Für diesen Part der Jugendarbeit gibt es nur einen hauptamtlichen Mitarbeiter, ansonsten wird ausschließlich mit Honorarkräfte gearbeitet. Der Hauptamtliche ist längerfristig krank. 

Coronavirus in Altena: Kein Personal für Schutzkonzept

Zwar sei es grundsätzlich möglich, die Einrichtungen in Urlaubszeiten nur mit den Honorarkräften zu betreiben. Die Corona-Pandemie erfordere es aber, auch für die Jugendbegegnungsstätten Schutzkonzepte zu erarbeiten, erklärte Goniwiecha. Das sei aber ohne den hauptamtlichen Mitarbeiter nicht möglich

Mehr zum Coronavirus und den Auswirkungen auf die Region lesen Sie hier im MK-Newsticker.

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