Trotz Erlaubnis: Burg Altena bleibt vorerst geschlossen

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Die Burg bleibt vorerst geschlossen, der Aufzug öffnet aber wieder.

Altena – Ein Museum mit Tücken ist die Burg in Zeiten von Corona: Durch ihre Architektur ist es schwierig, Besucher auf Abstand zu halten.  

Seit Montag, 4. Mai, dürfen in NRW die Museen wieder öffnen. Trotzdem haben das Museum der Burg Altena und das Drahtmuseum noch geschlossen. 

Denn es müssen erst noch Schutzmaßnahmen umgesetzt werden. So muss aufgrund der baulichen Voraussetzungen der Burg erst ein neuer Rundgang konzipiert werden, der den coronabedingten Sicherheitsmaßnahmen entspricht. 

„Wir arbeiten momentan daran“, sagt Museumsleiter Stephan Sensen. Auf einer mittelalterlichen Burganlage herrsche im Gegensatz zu einem neu gebauten Museum nicht der Idealfall. Es gebe viele Sackgassen und entgegenkommenden Verkehr beim Rundgang. 

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„Wir müssen jetzt sehen, wie wir eine Lösung finden, um alle Maßnahmen umzusetzen“, erklärt er. Dazu zählen unter anderen die Hygiene- und Abstandsregeln. 

Coronavirus in Altena: Termin für Öffnung des Drahtmuseums unklar 

Wie viele Besucher nach der Wiedereröffnung empfangen werden können, ist ebenfalls noch offen. Denn die zugelassene Besucherzahl muss von der frequentierten Fläche abhängig gemacht werden. 

Falls Räume geschlossen werden müssen, weil dort die Maßnahmen nicht umzusetzen sind, ist demnach auch die Fläche kleiner. 

Was das Drahtmuseum betrifft, ist man schon deutlich weiter in der Planung. Denn in den Räumlichkeiten sind die Maßnahmen deutlich einfacher umzusetzen. 

„Aber auch hier können wir noch nicht konkret sagen, wann wir eröffnen können“, sagt Stephan Sensen. 

Schneller geht es mit dem Burgaufzug: Er wird seinen Betrieb am Donnerstag, 7. Mai,  wieder aufnehmen. Das teilte Bürgermeister Dr. Andreas Hollstein (CDU) während einer Sitzung des Hauptausschusses mit.

Coronavirus in Altena: Burgaufzug nur einzeln betreten

Es existiert ein Konzept, das die Einhaltung von Abständen garantieren soll. So wird die Anzahl derjenigen, die sich gleichzeitig im Stollen aufhalten dürfen, reduziert und alle müssen einen Mundschutz tragen. 

Im Aufzug sind nur Einzelfahrten möglich, zu zweit dürfen ihn nur Menschen nutzen, die in einem Haushalt leben. 

Vor dem Aufzug wird ein Wartebereich mit Abstandsflächen geschaffen. Zugang zur Toilettenanlage bekommen nur noch Benutzer der Anlage und keine Passanten mehr. 

Reinigungskräfte der Stadt hätten die Zeit des Stillstands für eine Grundreinigung genutzt, auch während des Betriebes werde öfter saubergemacht als sonst, sagte Hollstein. 

Burghof: Aufwändige Arbeiten 

Wer auf dem Burghof aus dem Aufzug steigt, der steht übrigens auf einer Baustelle. Weil neue Kabel verlegt werden, ist das Pflaster des Burghofs aufgerissen. 

Die Arbeiten seien aufwändiger als zunächst angenommen, berichtete Hollstein den Altenaer Kommunalpolitikern. Er glaube auch deshalb nicht, dass die Burgmuseen den Betrieb vor Juni wieder aufnehmen könnten.

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