Eintopf to go am Fenster: Suppenküche öffnet mit neuem Konzept

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Ein fleißiges Küchenteam freut sich darauf, wieder an den Start zu gehen, darunter Brigitte Kleinschmidt (mit Schürze).

Die Suppenküche öffnet bald wieder: Allerdings macht Corona ein völlig neues Konzept nötig. Eintopf gibt's nur am Fenster.

Altena – Es soll Grüne-Bohnen-Suppe geben und Brötchen mit Käse oder Mett: Das klingt gut. Was noch besser klingt: Die Suppenküche im Lutherhaus wird wieder öffnen. Der Kreis der freiwilligen Helfer hat sich am Donnerstag im kleinen Saal zusammengesetzt, um zu besprechen, wie der Neuanfang aussehen kann. 

Seit Ende März hatte das wöchentliche Angebot aufgrund der Corona-Pandemie geruht. Einige Rahmenbedingungen werden sich wegen Corona jetzt ändern müssen, aber immerhin gibt es einen ersten Termin: Am Donnerstag, 29. Oktober, geht es wieder los mit dem Verkauf von Eintöpfen und belegten Brötchen. 

Suppenküche in Altena: Saal zu klein für großes Interesse

Die wichtigste Änderung: Man wird nicht mehr wie gewohnt im Saal unter dem Lutherhaus zusammensitzen können. Aber es wird außer Haus verkauft, durch das Fenster – „Eintopf to go“ also. 

Warum? Im Saal hätten höchstens zehn Personen an den Tischen Platz nehmen dürfen. „Sollen wir dann dem Elften, der kommt, sagen, ‘Tut uns leid, du kannst nicht rein?’“, fragt sich Brigitte Anders. 

Also lieber durchs Fenster verkaufen. „Wir müssen jetzt einfach testen und Erfahrungen sammeln.“ So bittet das Team die Kunden darum, ein Töpfchen oder ein anderes geeignetes Gefäß selbst mitzubringen – und den Namen darauf zu schreiben. 

Suppenküche: Bestandsaufnahme in der Gefriertruhe

Den Topf kann man vor der Mittagszeit, die um 11.30 Uhr beginnt, am Lutherhaus abgeben – oder einfach direkt vor Ort befüllen lassen, wenn die Suppe fertig ist. 

Und es gab beim Treffen auch eine Bestandsaufnahme: Was lagert noch alles eingefroren bei den Ehrenamtlern? „Brigitte hat das Schweinefleisch, ich habe Rind und Kassler“, fasst Silke Hänsel zusammen. 

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Dennoch muss natürlich einiges gekauft werden, und es muss auch geklärt werden, von welchem Bäcker künftig die Brötchen geholt werden. Die Käse-Lauch-Suppe sei immer der Renner im Angebot gewesen, aber auch die Erbsensuppe sehr beliebt. „So oder so: Die Töpfe waren immer leer." 

"Entzugserscheinungen" auf allen Seiten

Eine Woche vor dem 29. Oktober setzt sich Team, das sich immer über neue Helfer freut,  noch einmal zusammen, um die letzten Einzelheiten zu besprechen. Barbara Leinweber vom Suppenküchen-Team ist sich sicher: „Die Leute werden sich freuen, dass es wieder losgeht.“ 

Auf beiden Seiten, beim Team und bei den Besuchern, habe es „Entzugserscheinungen“ gegeben, sagt sie. „Wir wussten nicht, was wir donnerstags machen sollen“, ergänzt Silke Hänsel mit einem kleinen Lächeln. 

Unzählige Male sind die Mitglieder der kleinen Mannschaft seit Ende März schon angesprochen worden, wann die Suppenküche denn wohl wieder öffnet. „Wir wurden sogar zu Hause angerufen“, berichtet Brigitte Anders. 

Coronavirus in Altena: Frühstück fällt weiterhin aus

Die Stammgäste und das Küchenteam – sie haben sich aneinander gewöhnt. „Es gab ja sogar regelrechte Stammtische hier, die immer am gleichen Platz saßen.“ Für viele Gäste sei besonders das gemeinsame Frühstück wichtig gewesen. „Das wird uns fehlen.“ Denn das wird es vorerst nicht geben. 

Wenn vor Ausbruch der Corona-Pandemie in der Suppenküche gekocht wurde, dann in üppigen Dimensionen: 100 Portionen Suppe und 100 Brötchen, 60 gekochte Eier und sechs Kilogramm Mett – das reichte aus, um viele Altenaer satt zu machen. Jetzt will man für den Neuanfang zunächst auf etwas kleinere Mengen setzen, um zu sehen, wie sich der Zuspruch entwickel

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