Spielplätze wieder offen: Eltern sind in der Pflicht!

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Spielen wieder erlaubt: Symbolisch öffneten (v.l.) Agnes Goniwiecha (Ordnungsamt), Bürgermeister Dr. Andreas Hollstein, ABG-Vorstand Manfred Haupt und Heiko Tölken vom Bauhof den Spielplatz an der Mittleren Brücke.

Altena/Nachrodt-Wiblingwerde – Jetzt hängt alles von den Eltern ab: Sie müssen dafür sorgen, dass auf den Spielplätzen die Corona-Regeln eingehalten werden. Einfach wird das nicht.

Schon seit Montag habe sich das Jugendamt gemeinsam mit dem Bauhof mit dem Thema beschäftigt, erklärte die städtische Abteilungsleiterin Agnes Goniwiecha. Jede Anlage wurde unter die Lupe genommen, dann wurde festgelegt, wie viele Kinder sie gleichzeitig benutzen dürfen. 

Die Spanne reicht von drei auf Mini-Spielplätzen wie dem an der Nordstraße bis zu 15 auf dem großen Spielplatz am Nettenscheid, wo der benachbarte Bolzplatz allerdings noch gesperrt bleibt: Fußball spielen darf bis Ende Mai nur die Bundesliga. 

Coronavirus in Altena: Abstandsregeln bei Kindern schwierig

Grundsätzlich gilt, dass Kinder nur in Begleitung ihrer Eltern auf die Spielplätze dürfen – auch dann, wenn sie schon 14 Jahre alt sind. Bis zu diesem Alter dürfen die meisten Spielplätze genutzt werden. 

Die Eltern müssen Mundschutz tragen und einen Mindestabstand von 1,50 bis zwei Metern einhalten. Es sei denn, sie müssen eingreifen, weil Kinder sich nicht regelkonform benehmen. „Bei Kindern lassen sich Abstandsregeln sicher nicht in Reinform durchsetzen“, ist sich Bürgermeister Dr. Andreas Hollstein sicher. 

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Wenn sie aber zu sehr über die Stränge schlagen und beispielsweise hauen oder spucken, dann sei es Sache der Eltern, sofort einzugreifen. Deshalb wird die Anwesenheitspflicht eng ausgelegt. „Es geht nicht, dass Kinder hier spielen, während ihre Eltern nebenan im Eiscafé sitzen“, betonte Hollstein, als die Regeln am Spielplatz an der Mittleren Brücke vorgestellt wurden.

Coronavirus in Altena: Regeln auch für ABG-Spielplätze

„Nun hängt alles davon ab, ob die Menschen erwachsen genug sind, sich an die Regeln zu halten“, sagte Hollstein. Die Erfahrungen nach Wiedereröffnung der Geschäfte hätten gezeigt, dass die Altenaer dazu grundsätzlich in der Lage seien. 

Was für die städtischen Spielplätze gilt, gilt auch für die der Baugesellschaft. „Es war für uns nicht ganz einfach, die Zahl der Kinder zu ermitteln, die gleichzeitig auf die Spielplätze gelassen werden dürfen“, sagte deren Vorstand Manfred Haupt. Die Größe der Anlagen spielte dabei eine Rolle, aber auch die Anzahl und die Art der Spielgeräte und die Aufteilung. 

Coronavirus in Altena: Ordnungsamt kontrolliert

An den Zugängen zu allen Spielplätzen brachte Heiko Tölken vom Bauhof Schilder an, denen die Regelungen entnommen werden können. Das Ordnungsamt wird auf allen Spielplätzen regelmäßig nach dem Rechten schauen. Stelle sich dabei heraus, dass es wiederholte Regelverstöße gibt, dann könnten einzelne Anlagen wieder gesperrt werden, sagte Hollstein.

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