Ordnungsamt wird verstärkt

Coronavirus in Altena: Ausgangsbeschränkungen verschärft

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Die Innenstadt von Altena ist leer.

Altena - Das Ordnungsamt wird verstärkt, die Polizei zeigt vermehrt Präsenz im Stadtgebiet. Bürgermeister Dr. Andreas Hollstein (CDU) lässt keinen Zweifel daran, dass das vom Land NRW erlassene Kontaktverbot in Altena "mit allen Mitteln durchgesetzt wird."

Eine Ausgangssperre ist vom Tisch. Vorerst. Stattdessen gibt es nach der klaren und eindeutigen Stellungnahme von Ministerpräsident Armin Laschet am gestrigen Sonntagnachmittag „ab sofort auch bei uns in Altena ein Kontaktverbot von mehr als zwei Menschen“. Das sagte unmittelbar nach dem TV-Auftritt des NRW-Landeschefs Bürgermeister Dr. Andreas Hollstein. Er verfolgte die Ausführungen im Rathaus und lud sich umgehend die neuen Rechtsverordnungen vom PC des Städte- und Gemeindebundes auf seinen Rechner herunter. Herzlich dankte das Stadtoberhaupt „den vielen Altenaern, die sich bisher sehr verantwortungsbewusst verhalten haben.

Bürgermeister Dr. Andreas Hollstein verstärkt das Personal im Ordnungsamt.

Ich beobachte ein immer stärkeres Bewusstsein, Menschenansammlungen zu vermeiden.“ Das hatte auch Armin Laschet gesagt. Allerdings gebe es nach wie vor „vereinzelt auch noch viel Unvernunft. Das werden wir in Altena nicht tolerieren und durchgreifen.“ Das Land habe ausdrücklich dazu ermutigt, sowohl Bußgelder (sie können bis zu 25 000 Euro betragen) zu verhängen, als auch im schlimmsten Falle eine Strafverfolgung (dann droht Gefängnis) einzuleiten.

Gefängnisstrafe

Konkret bedeutet das Kontaktverbot für Altena, das zum Beispiel nicht mehr vier oder mehr Personen gemeinsam einen Spaziergang entlang der Lenne unternehmen dürfen. Der Aufenthalt (Spaziergang) an der frischen Luft ist nicht aber nicht generell verboten. „Kriterium ist, dass, sind mehr als zwei Personen unterwegs, die zu einem Haushalt gehören und auch zusammen wohnen müssen“, sagte Hollstein. Familien mit Kindern, die mit ihren zwei, drei Sprösslingen an die frische Luft gingen, seien also ausdrücklich von diesem Kontaktverbot nicht betroffen. Fahrten zur Arbeit, auch in bereits besetzten Bussen oder Bahnen, „sind weiter möglich.“

Rechtsverordnung

Die Rechtsverordnung des Landes gilt auch für Trauungen und Beerdigungen. Bei Anlässen dieser Art „dürfen bis zu 15 Personen anwesend sein.“ Verschärft wurde die Gastronomie-Regelung, alle Restaurants werden geschlossen. Alle Dienstleistungen, die nicht zwingend notwendig sind und näheren Körperkontakt erfordern, sind ab sofort ebenfalls verboten. Das betrifft in Altena Besuche des Friseurs, Kosmetikstudios, Tattoo-Studios und von Massagesalons. Die Verfügung gilt zunächst bis zum 19. April.

Alles gilt bis zum 19. April

Die Verbote in Altena werden durch das Ordnungsamt und die Polizei durchgesetzt. Hollstein und sein Team erreichten am Wochenende „viele Anrufe besorgter und verunsicherter Bürger.“ Beschwerden seien „kaum dabei gewesen, man spürt aber, viele Menschen haben Angst, wissen nicht so Recht, wie es weiter geht.“

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