Klares Votum der Mitglieder

Entscheidung gefallen: Schützenfest in Altena wird auf 2022 verschoben

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Klares Votum: Die Schützen stimmten für die Verschiebung des Schützenfests auf 2022.

Altena - Die Entscheidung ist gefallen: Das Schützenfest 2021 wird auf 2022 verschoben. Die Schützen stellten sich deutlich hinter den Vorschlag des Vorstands - bis auf einer. 

Nun ist es besiegelt: 2021 wird kein Schützenfest in Altena gefeiert. Bei der außerordentlichen Generalversammlung stimmten die 120 angemeldeten Mitglieder der Friedrich-Wilhelms-Gesellschaft (FWG) für eine Verschiebung auf das Jahr 2022 – und folgten damit klar dem Vorschlag des Vorstands, der im Vorfeld in der Stadt für viel Gesprächsstoff gesorgt hatte. 

Hauptmann Klaus Hesse zeigte sich sehr erleichtert: „Ich hatte es gehofft, aber bei so vielen Schützen, die abstimmen, weiß man nie, wie es ausgeht“, sagte er nach der Entscheidung. 

Im Vorfeld hatte er angekündigt, dass er im Falle eines Votums pro Schützenfest 2021 zurücktreten werde, weil er die Ausrichtung des Schützenfests „einfach nicht verantworten könnte“. 

Hauptmann: "Finanzielles Risiko immens"

Bei der Versammlung machte der Hauptmann den Standpunkt des Vorstands noch einmal klar. „Ein Schützenfest, wie wir es kennen, wird im nächsten Jahr nicht möglich sein.“ 

Nicht nur, weil ein Einmarsch ins Festzelt unter den aktuell geltenden Vorschriften ebenso wenig möglich wäre wie das Kränzebinden, mit dem die Kompanien bereits im Februar des Festjahres beginnen. „Auch das finanzielle Risiko ist immens“, verdeutlichte Hesse ohne konkrete Zahlen zu nennen. Es gehe aber nicht um ein paar tausend Euro, sondern um deutlich höhere Summen. 

Hauptmann Klaus Hesse ist erleichtert über die Entscheidung.

Denn sollte 2021 gefeiert werden, „müssten die Verträge dringend unterschrieben werden“. Und dann wird eine Absage zu einem späteren Zeitpunkt sehr kostspielig. Mit diesen Erklärungen begegnete der Hauptmann der Kritik, dass die Entscheidung zu früh gefällt würde. 

Ein weiterer Unsicherheitsfaktor: „Es gibt noch kein Hygienekonzept für solche Großveranstaltung, weil bislang alle abgesagt wurden und kein Handlungsdruck vorhanden ist“, sagte Hauptmann Hesse. Heißt: „Wir wissen heute gar nicht, was 2021 auf uns zukäme.“ 

Coronavirus: Applaus für Verschiebung

Zudem befürchtet er, dass viele ältere Schützen einem Fest 2021 aus Angst um ihre Gesundheit fernbleiben würden – „was sehr traurig wäre“. 

Hier geht es zum Corona-Newsticker im Märkischen Kreis.

Den Argumenten und der Haltung des Vorstands folgten die 120 von insgesamt 2400 FWG-Mitgliedern, die sich im Vorfeld für die Versammlung angemeldet hatten. Für das klare Votum pro Verschiebung gab es Applaus – und ein erleichtertes „Puh“ des Hauptmanns. 

Coronavirus bei Fest  2021 "für niemanden eine Gefahr"

Nur ein Mitglied stimmte gegen eine Verschiebung: Ludwig Kirchhoff-Stewens. Der geschäftsführende Gesellschafter der Rötelmann GmbH in Werdohl hatte vorab um einen Wortbeitrag gebeten, in dem er deutlich machte, dass er die Corona-Pandemie für nicht allzu gefährlich hält. „Ich bin davon überzeugt, dass nächstes Jahr im Juni hier niemand mehr was davon weiß.“ 

Schütze Ludwig Kirchhoff-Stewens stimmte gegen eine Verschiebung - als einziger.

Er sei für das Schützenfest 2021 und glaube, dass dabei „für niemanden eine Gefahr besteht“. Dennoch trage der Vorstand „eine gewaltige Verantwortung“, und ein „abgesagtes Fest ist teurer als ein verschobenes“. Und so ließ er die Schützen etwas ratlos zurück. 

Doch die Mitglieder hatten sich zu diesem Zeitpunkt eh längst entschieden – für eine Verschiebung und dafür, den Vorstand in seiner Position voll und ganz zu unterstützen. In der Hoffnung, dass 2022 wirklich gefeiert werden kann.

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