Maskenpflicht in der Schule: So reagieren die Schulen in Altena und Nachrodt

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Maskenpflicht in Schulen: das gilt ab 13. August im BGA und in der Sekundarschule.

Altena/Nachrodt – Mit Maske in die Schule: Dafür gibt es Unterstützung aus der Burgstadt. Zudem ist am BGA eine ganz besondere Form des Lernens möglich.

„Ich halte die Maskenpflicht generell für gut, da auf diese Weise mein Gegenüber geschützt wird, nach neuesten Untersuchungen aber auch in hohem Maß ich selber“, meint Hans-Ulrich Holtkemper. Für den Leiter des Burggymnasiums ist es nachvollziehbar, dass NRW die Corona-Zügel wegen steigender Infektionszahlen nach den Sommerferien in den Schulen anzieht. 

Für die Umsetzung der Verordnungen sind die Schulleiter und ihre Kollegien vor Ort verantwortlich. So auch Holtkemper und sein Team. 

Entscheidung fällt in dieser Woche

Die erweiterte Schulleitung des BGA wird nach Angaben Holtkempers am Donnerstag zusammenkommen und dann „eine Entscheidung treffen, wie wir mit den Lerngruppen und differenziertem Unterricht umgehen“. Bis dahin würden zuständige Koordinatoren „Vorschläge auf der Basis der neusten Verordnung“ ausarbeiten. 

Zu den Dingen, die besprochen werden müssen, zählt unter anderem die Frage, wie Unterricht mit Maske insbesondere an heißen Tagen nicht zur Qual wird für die Schülerinnen und Schüler.

Coronavirus: Tests für Lehrer "empfehlenswert"

 „Im Moment sehe ich nur die Möglichkeit, dass häufig gelüftet wird und mehr Pausen eingelegt werden. Alternativ müssten die Lerngruppen reduziert werden, damit die Abstände von 1,5 Metern eingehalten werden können. Die Entscheidung hierzu fällt am Donnerstag“, so Holtkemper. 

Ob das Kollegium am BGA von der Möglichkeit Gebrauch machen wird, sich ab dem 10. August und bis zu den Herbstferien auf Kosten des Landes freiwillig alle 14 Tage auf das Coronavirus testen zu lassen, es bleibt abzuwarten. 

Hier geht es zum Corona-Newsticker im Märkischen Kreis.

Eine Meinung dazu hat Holtkemper aber allemal: „Mit Blick darauf, dass es unentdeckte Infektionsgeschehen gibt und eine Erkrankung mit Corona weitreichende gesundheitliche Folgen haben kann, ist es meines Erachtens empfehlenswert, sich testen zu lassen.“ 

Lehrer kann Klasse von zuhause aus unterrichten

Nach Angaben von Schulministerin Yvonne Gebauer seien in NRW derzeit etwa 85 Prozent der Lehrkräfte dienstfähig. Wie sieht es am BGA aus? Und wie wird mit Lehrkräften verfahren, die zur Risikogruppe zählen? Holtkemper: „Nach Stand vor den Sommerferien liegt die Quote der Lehrerinnen und Lehrer, die keinen Präsenzunterricht abhalten können, bei circa sieben Prozent. Personen aus Risikogruppen werden Unterricht in Form des Lernens auf Distanz abhalten. Da unser neues Netzwerk bis dahin freigeschaltet sein müsste, könnten so zum Beispiel die betroffenen Lehrerinnen und Lehrer von zu Hause aus die im Klassenraum versammelten Schülerinnen und Schüler unterrichten.“ 

Während sich Lehrer alle zwei Wochen kostenlos auf das Coronavirus testen lassen können, sind Tests für Schüler nicht vorgesehen. 

Sekundarschule: Einschulung in drei Etappen

Wer mit seinen Eltern nun allerdings aus einem Risikogebieten wie Ägypten oder der Türkei zurückkehrt, muss sich testen lassen. Diesbezüglich kündigte Holtkemper an, dass es vermutlich am Donnerstag oder Freitag seitens des Burggymnasiums „eine erste Elterninfo“ geben werde.

Wegen einer ganztägigen Tagung hatte Anne Rohde, Leiterin der Sekundarschule Altena/Nachrodt, gestern keine Zeit für die Anfrage unsere Zeitung. Auf der Homepage der Sekundarschule aber wurden bereits eine Reihe von Regeln aufgelistet. 

Tenor: Eine Normalität liegt noch in weiter Ferne. Weit weg von Normalität werden auch die Einschulungsfeiern für alle drei neuen 5. Klassen der Sekundarschule sein. Diese kurzen Feiern sollen am Donnerstag, 13. August, nacheinander in der Lennehalle stattfinden – natürlich mit Maske.

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