Unterricht für alle Grundschüler: So läuft's in Altena und Nachrodt

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Unterricht in Kleingruppen und mit Abstand: Dieser aktuelle Schulalltag an der Grundschule Nachrodt ändert sich bald.

Altena/Nachrodt - Die Nachricht hat die Schulleiter überrollt: Alle Kinder kommen ab 15. Juni zum Unterricht zurück. Die Pläne sind sehr unterschiedlich.

Carsta Coenen hat die gute Laune noch nicht verloren. Im Gegenteil: Die Leiterin der Grundschule Nachrodt-Wiblingwerde ist an der Corona-Pandemie gewachsen. Dass nun ab Montag, 15. Juni, wieder alle Kinder täglich zur Schule kommen sollen, schockt sie nicht. 

„Wir sind inzwischen Meister darin, flexible Lösungen zu finden und spontan auf Änderungen zu reagieren“, erzählt die Schulleiterin. 

Coronavirus in Nachrodt: Versetzte Zeiten für Unterricht und Pausen 

Gerade einmal ein paar Stunden war es da  her, dass bekannt wurde, dass die bisherigen Pläne hinfällig sind und wieder alles neu organisiert werden muss.

„Wir freuen uns auf die Kinder“, sagt Carsta Coenen. Sofort nach Eingang der Meldung schmiedete sie einen ersten Entwurf, wie der Schulalltag mit Sicherheitsabstand funktionieren kann. 

"Wir werden weiter mit versetzten Anfangs-, Pausen- und Endzeiten arbeiten. Anders wird es nicht gehen.“ 

Transport der Schüler sicherstellen

Jedoch sei das gerade in der Schule in Wiblingwerde schwer umzusetzen. „Die variablen Zeiten müssen mit den Bussen und Taxen koordiniert werden. Die Kinder müssen ja zur Schule hinkommen und auch wieder nach Hause“, erläutert sie die Problematik im Höhendorf. 

Denn gerade die umliegenden Dörfer wie Haste, Veserde und Rennerde seien für die Kinder zu Fuß nicht erreichbar und der Weg viel zu gefährlich. 

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Im Kollegium schwanke die Stimmung zwischen Resignation, Freude und Entsetzen. „Viele Kollegen haben ihre Homeschooling-Unterlagen bis zum Ferienbeginn fertig. Das war viel Arbeit, die nun hinfällig ist“, sagt die Schulleiterin. 

Auch waren die Abschlussfeiern für die Viertklässler geplant. Der letzte Tag an der Grundschule sollte trotz Corona ein besonderer werden. „Auch das müssen wir jetzt neu planen. Aber so ist das halt im Moment.“ Coenen nimmt’s gelassen. 

Normalität weit entfernt

Am Freitag hat die Schule erste Informationen auf der Homepage veröffentlichen. „Mit Details warten wir aber bis Montag. Die Erfahrung der letzten Wochen hat uns gelehrt, dass über ein Wochenende jede Menge Änderungen möglich sind.“ 

Grundsätzlich sei die Schule bereit für die Rückkehr aller Kinder. Von Normalität könne jedoch auch dann noch keine Rede sein. Denn unterrichtet werden vor allem die Hauptfächer. „Darüber hinaus entscheiden die Klassenlehrer, was wichtig ist. Coenen: „Wir wollen schließlich auch in Corona-Zeiten, eine Schule bieten, die auch Spaß macht."

Coronavirus in Altena: Elternbrief des Rektors

In einem Brief wendete sich der Rektor der Grundschule Altena, Wolfgang Wilbers, an die Eltern. „Lehrkräfte und Schulleitung haben an beiden Schulstandorten in aller Kürze überlegt, wie Dinge organisatorisch gestaltet werden können. Ein fertiges Gesamtkonzept haben wir jedoch noch nicht, weil auch wir Zeit zum Planen und Nachdenken brauchen. Niemand möge bitte von uns erwarten, dass wir unmittelbar nach den Mitteilungen aus Düsseldorf ein fertiges Konzept haben.“ 

Wilbers: Auf Nachfragen verzichten

Er bittet die Eltern, „auf Nachfragen, auch bei den Lehrkräften, zunächst zu verzichten“. Wilbers geht davon aus, dass es bis zum kommenden Dienstag, 9. Juni, weitere Details geben wird. 

Ab dem 15. Juni gilt an der Grundschule Altena mit den Standorten in Dahle und im Mühlendorf: Die Klassen müssen strikt getrennt werden. „Diese Trennung ist auch bei der anschließenden Betreuung und in der OGS zu beachten“, erläutert der Rektor. In den Klassenräumen entfällt das Abstandsgebot. 

Betreuung wird angeboten

An beiden Standorten beginnt der Unterricht an allen Tagen zur ersten Stunde. „Dies ist der Tatsache geschuldet, dass viele Kinder mit dem Bus zur Schule kommen müssen“, erklärt Wilbers. 

Auf den Fluren, Pausenhöfen und in den Sanitäranlagen gilt weiterhin das Gebot zum Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung. Nach dem Unterricht wird für die angemeldeten Kinder eine Betreuung angeboten. Der Bedarf wird noch abgefragt.

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