Klare Ansage vom Amt: Ülles Malschule muss geschlossen bleiben

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In Ülle Buschmanns Malschule ist viel Platz. Trotzdem darf sie keine Kurse geben.

Altena – Schule ja, Malschule nein: "Ülle" Buschmann hat eine klare Absage im Rathaus erhalten. Sie darf keine Kurse geben.

Gefragt hat sie, obwohl ihr die Antwort eigentlich klar war: Ihre Malkurse müssen weiterhin ausfallen, erfuhr Ursula („Ülle“) Buschmann aus dem Ordnungsamt. Dort hatte sie nachgefragt, nachdem sie am Montag ihren Laden wieder öffnen durfte. 

In Hinterzimmer gibt die Kunstmalerin schon seit Jahren Malkurse, mit den Einnahmen daraus deckt sie zu einem nicht unerheblichen Teil ihren Lebensunterhalt. Wenn Schulen wieder öffnen dürfen, dann vielleicht auch Malschulen? 

Coronavirus in Altena: Genug Abstand für alle

Buschmann kontaktierte das Ordnungsamt und wies darauf hin, dass ihr Atelier sehr weitläufig ist und dass deshalb ausreichend Abstand zwischen den einzelnen Kursteilnehmern hergestellt werden könne. 

„Unheimlich nett“, aber eben auch sehr bestimmt sei die Antwort der Verwaltung gewesen, berichtet die Künstlerin: Kein Malen in der Malschule. Auch der Hinweis, dass künstlerisches Schaffen gut für die Seele und deshalb gerade jetzt besonders wichtig sei, änderte daran nichts.

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 „Ich kann’s ja verstehen“, sagt Ülle. „Wenn sich wirklich jemand bei meinen Kursen anstecken würde, das könnte ich mir nie verzeihen.“ Homeschooling, also die Wissensvermittlung per PC, sei für sie im Moment keine Alternative, sagt die Kunstlehrerin: „Dafür braucht man die entsprechende Ausrüstung, die habe ich leider nicht.“ 

Coronavirus in Altena: Kein Malkurs per Video

Und selbst wenn, dann gehöre mehr dazu als nur ein bisschen filmen. „Solche Videos müssen dann ja auch didaktisch gut aufbereitet sein“, sagt sie. 

Das sei aber ganz gewiss ein Thema, mit dem sie sich demnächst einmal beschäftigen werde. Noch allerdings nutzt die die Corona-Zwangspause ganz klassisch wie viele andere auch: Sie räumt den Keller auf.

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