In 2020 keine Gäste mehr

Burg Altena: Jugendherberge bleibt bis Jahresende geschlossen

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Bleibt geschlossen: die Jugendherberge auf Burg Altena.

Altena - Eigentlich sollte sie ab Mitte August wieder Gäste empfangen. Nun steht fest: Die Jugendherberge auf der Burg öffnet in diesem Jahr nicht mehr.

Die Jugendherberge auf der Burg Altena bleibt bis zum 31. Dezember 2020 geschlossen. Das verkündet das Deutsche Jugendherbergswerk in Westfalen-Lippe auf der Homepage der Jugendherberge.

Die Herbergen waren seit Ausbruch der Corona-Pandemie Mitte März geschlossen. Das Jugendherbergswerk fürchtete um die Existenz mancher Häuser, die  wirtschaftlich erheblich unter dem Lockdown litten.

Einige Herbergen sind bereits seit Ende Mai wieder geöffnet, die älteste Herberge der Welt auf der Burg jedoch nicht.

Und das wird sich auch so schnell nicht ändern. Ursprünglich war geplant, sie wieder am 12. August für Gäste zu öffnen. Diese Pläne hat das Deutsche Jugendherbergswerk verworfen. 

Coronavirus in Altena: Kaum Buchungen von Gruppen für 2020

Denn es hat sich gezeigt: Die Wiedereröffnung lohnt sich finanziell nicht. „Aufgrund der Krise kommen kaum Schulklassen und Gruppen, die an den betroffenen Standorten bis zu 80 Prozent der Belegung ausmachen“, erklärt Guido Kaltenbach. 

Dabei handele es sich aber ausdrücklich um eine vorübergehende Schließung, „um noch größere wirtschaftliche Schäden abzuwenden“, betont der Geschäftsführer der Jugendherbergen in Westfalen-Lippe. Betroffen sind neben Altena elf weitere Einrichtungen.

Hier geht es zum Corona-Newsticker im Märkischen Kreis.

Überraschend kommt diese Entscheidung nicht für die Burgstadt:Die Jugendherberge auf der Burg lebt von Gruppen und Schulklassen. Dort gibt es vor allem Mehrbettzimmer und Gemeinschaftsbäder, die das Einhalten der Schutzverordnung und Hygieneregeln deutlich erschweren.

Wirtschaftliche Lage "kritisch"

Die Buchungslage sei in den einzelnen Häusern sehr unterschiedlich. „So stellen wir etwa momentan eine geringere Nachfrage an unseren Stadtstandorten fest“, sagt der Geschäftsführer. 

Doch insgesamt ist die wirtschaftliche Lage kritisch. „Der wirtschaftliche Schaden ist immens“, betont Kaltenbach. Im Jahr 2019 zählten die 29 Jugendherbergen rund 651 000 Übernachtungen. „Schulkassen, Freizeitgruppen sowie Übernachtungen im Tagungssegment, etwa Azubi- oder Firmentrainings, machen rund 70 Prozent unserer Übernachtungen aus. Unsere Häuser mussten Mitte März kurz vor Beginn der Gruppenfahrten-Saison schließen. Entsprechend fallen diese Übernachtungen in 2020 nahezu komplett weg – und damit auch ein Großteil unserer Einnahmen.“ 

Wiedereröffnung 2021 geplant

Um den Ausfall ein wenig aufzufangen, setzt das DHJ in den offenen Häusern „gerade jetzt in den Sommerferien wir auf Corona-gestresste Familien, für die wir ein spezielles Angebot gestrickt haben“. 

Die gute Nachricht für Altena: Für das Jahr 2021 ist das Geschäft bereits wieder angelaufen. „Wir können bereits viele Buchungen verzeichnen und planen somit, im neuen Jahr wieder zu öffnen“. Und zwar bereits im Januar. 

Interessierte können schon für das nächste Jahr ein Bett auf der Burg reservieren. Wer für dieses Jahr gebucht hatte, muss sich mit dem DJH in Verbindung setzen und entweder auf eine der geöffneten Einrichtungen ausweichen oder den Aufenthalt aufs nächste Jahr verschieben. 

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