Coronavirus hat das Geschäft der Reinigungsfirmen verändert

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Zum Reinemachen rücken die Mitarbeiter der Reinigungsfirma Kopatz derzeit öfter aus.

Altena – Das Coronavirus hat die Arbeit der Reinigungsfirmen verändert. Vor allem Fensterputzen ist derzeit gefragt.

Keimfrei soll alles sein: Das ist gerade in der Coronakrise der große Wunsch. Viele Unternehmen und Einrichtungen haben deshalb einen höheren Bedarf an Reinigung und Desinfektion. 

Trotzdem hat das Reinigungsunternehmen Kopatz aus Altena nicht viel mehr zu tun als in Zeiten vor Corona. „Die Nachfrage hat sich zwar etwas gesteigert, aber im Grunde gleicht es sich aus“, sagt Junior-Chef Christian Kopatz. 

Denn während einige Betriebe öfter eine Reinigung wünschen, hätten andere geschlossen oder arbeiten in Kurzarbeit, weshalb bei diesen nicht so oft gereinigt werden müsse. 

Coronavirus in Altena: Mehr Desinfektion

Die höhere Nachfrage entsteht auch deshalb, weil sein Unternehmen zu manchen Kunden nicht nur ein Mal am Tag fährt, sondern neuerdings mehrmals, weil der Betrieb beispielsweise zwischen den verschiedenen Schichten gereinigt werden soll.

Bemerkbar macht sich auch die Nachfrage nach Desinfektionsmittel. „Aber da sind auch wir an unseren Lieferanten gebunden. Und zuerst bekommen die Krankenhäuser etwas“, erklärt Christian Kopatz. Vor allem das Desinfizieren von Stellen, mit denen viele Menschen in Berührung kommen, wie Türklinken und Lichtschalter, sei von den Kunden derzeit mehr gefordert als sonst. 

Coronavirus in Altena: Fensterputzen sehr gefragt

Ein Bereich des Reinigungsdienstes, der in dieser Jahreszeit unabhängig von der Corona-Pandemie oft gefordert wird, ist die Glasreinigung. „Da hat sich die Nachfrage gesteigert, weil die Menschen mehr zuhause sind und ihnen schneller auffällt, dass die Fenster dreckig sind“, vermutet Kopatz. 

Während es sonst mehrheitlich ältere Menschen seien, die die Fenster- und Glasreinigung in Anspruch nehmen, kämen in der Coronakrise auch Jüngere, die berufstätig sind, hinzu. 

Dabei achtet das Unternehmen sehr auf den Schutz von Mitarbeitern und Kunden. So tragen die Mitarbeiter Mundschutz und bitten bei einer Reinigung bei Privatpersonen, dass sich diese so lange draußen oder in einem anderen Zimmer aufhalten.

Coronavirus in Altena: Keine Kunden-Unterschrift

 „Und wir verzichten momentan auf eine Unterschrift. Die leisten unsere Kunden eigentlich zur Bestätigung, dass unser Unternehmen die Arbeit ausgeführt hat. Wir wollen derzeit aber einfach kein Risiko eingehen“, sagt der Junior-Chef. 

Das Thema Putzen beschäftigt auch die Stadtverwaltung. Im Rathaus und in den anderen Verwaltungsgebäuden wird öfter und anders gereinigt als sonst. Das betrifft Sanitäranlagen, Türklinken und die Handläufe an Treppen. 

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Der Burgaufzug erfuhr eine Grundreinigung, bevor er heute wieder in Betrieb geht. Den erhöhten Personalaufwand kann die Stadt momentan noch gut stemmen. Das liegt vor allem daran, dass im Frei- und Hallenbad der Betrieb ruht. 

Die dortigen Reinigungskräfte sind Mitarbeiterrinnen der Stadt, sie werden jetzt in anderen Bereichen eingesetzt. „So verhindern wir auch, dass wir für diese Beschäftigten Kurzarbeit anmelden müssen“, erklärt Bürgermeister Dr. Andreas Hollstein

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