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Erleichterung für Grundschulen: Neues Testverfahren lässt Schulleiter aufatmen

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Von: Ines Engelmann

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Schülerinnen machen den „Lolli-Test.
Diese Zeit ist bald vorbei: Grundschüler müssen ab dem 28. Februar keine „Lolli-Tests“ mehr in Schulen durchführen. Stattdessen sollen sie regelmäßig zuhause getestet werden. © Roland Weihrauch/dpa

Schulleiter sind sich einig: Mit dem neuen Testverfahren an Grundschulen kann eine Menge Zeit zu Gunsten des Unterrichts eingespart werden. Doch noch ist nicht alles in trockenen Tüchern.

Altena/Nachrodt – Und schon wieder ändert sich das Testverfahren an Grundschulen: Mit der letzten Neuerung der Coronaschutzverordnung fallen die PCR-Lolli-Tests in den Grundschulen komplett weg. Schulleiter aus Altena und Nachrodt sehen diese Maßnahme als große Erleichterung für den Schulbetrieb.

Ab dem 28. Februar wird das Testverfahren umgestellt: Statt der PCR-Lolli-Testung in den Klassen werden die Eltern aufgefordert, ihre Kinder – sofern diese nicht bereits durch Impfung oder Genesung immunisiert sind – dreimal pro Woche daheim selbst zu testen. In Altena und Nachrodt wurden bereits alle Eltern – wenn nötig sogar in verschiedenen Sprachen – über das neue Vorgehen per Brief aufgeklärt.

Neues Testverfahren lässt Schulleiter aufatmen: Altes Testverfahren nicht ideal

Zuletzt waren in beiden Kommunen immer wieder Verzögerungen aufgetreten, weil die überlasteten Labore die Ergebnisse der Pool-Tests erst verspätet übermitteln konnten. In solchen Fällen und bei positiven Pools wurden die Schüler in den Klassenräumen getestet. Eltern mussten damit rechnen, ihre Kinder kurzfristig abholen und daheim betreuen zu müssen. Für die Familien stellte dies eine hohe Belastung dar.

Und auch für Lehrer bedeutet das ständige Warten auf Testergebnisse viele Spätschichten. Laut Wolfgang Wilbers, Schulleiter der Gemeinschaftsgrundschule Altena, trudeln die Test-Ergebnisse über den Tag verteilt ein – nicht selten auch erst spät in der Nacht. „Man ist abends oft damit beschäftigt auf die Ergebnisse zu warten. Wenn dies nun wegfällt, ist es eine deutliche Erleichterung für uns“, erklärt Wilbers das umständliche Testverfahren an den Grundschulen.

Dass das bisherige Testverfahren sehr anfällig für Probleme ist, macht auch Jörg Schlüter, Schulleiter der Grundschule Breitenhagen deutlich: „Die Verunsicherung ist schon groß, wenn positive Pool-Tests durch Einzeltestungen nicht aufgelöst werden.“ Deshalb ist Schlüter froh über die Änderung. „Es ist für uns eine Entlastung und wir haben wieder mehr Zeit für Unterricht.“

Mehr Zeit für Unterricht: Neues Testverfahren lässt Schulleiter aufatmen

Froh über das neue Testverfahren ist auch Carsta Coenen, Schulleiterin der Grundschule Nachrodt-Wiblingwerde: „Der Wegfall der Pool-Testungen bedeutet, dass der Unterricht auf jeden Fall zeitlich entlastet wird und mehr gelernt werden kann.“ In der Nachrodter Grundschule habe die Testung oft 30 Minuten gedauert. Zeit, die ab März wieder für den richtigen Unterricht zur Verfügung stehen wird. Unsicherheiten gebe es laut Coenen vermutlich bei jedem Testverfahren, „aber wir hoffen, dass sich alle daran halten und die Tests durchführen“.

Eltern werden noch in dieser Woche eine Einverständniserklärung unterschreiben müssen, in der sie bestätigen, dass ihre Kinder ordnungsgemäß montags, mittwochs und freitags getestet werden. „Dafür warten wir aber noch auf den Eltern-Brief vom Schulministerium“, erklärt Wilbers am Dienstagvormittag. „Das wird ziemlich sportlich“, ist er sicher. Denn die Einverständniserklärungen müssen nicht nur bei den Eltern ankommen, sondern auch bis spätestens Freitag unterschrieben zurück in der Schule sein. Immer wieder – zuletzt bei der Unwetterlage Ende letzter Woche – war es in der Vergangenheit so, dass das Schulministerium des Landes den Schulen erst sehr kurzfristig Informationen zur Verfügung stellte.

„Wenn eine Erklärung fehlt, dann müssen wir im Einzelfall das Kind in der Schule testen“, befürchtet Wilbers, ist sich aber sicher, dass die meisten Eltern ihrer Aufgabe nachkommen werden. Spätestens am Freitag werden die Schüler dann die nötige Anzahl an Corona-Tests mit nach Hause bekommen, damit sie in der Woche drauf zuhause getestet werden. Das gilt auch für die Grundschulen in Nachrodt-Wiblingwerde und am Breitenhagen. Das neue Testverfahren an Grundschulen sollte nun auch Bedenken von Eltern mildern.

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