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Neue Corona-Teststation direkt am Bahnhof im MK

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In dem Container, der seit zwei Wochen auf dem Parkplatz des Aldi-Marktes steht, werden täglich rund 50 Testungen auf das Coronavirus durchgeführt. Betreiberin ist Tatjana Mains, die von ihrem Konzept überzeugt ist.
In dem Container, der seit zwei Wochen auf dem Parkplatz des Aldi-Marktes steht, werden täglich rund 50 Testungen auf das Coronavirus durchgeführt. Betreiberin ist Tatjana Mains, die von ihrem Konzept überzeugt ist. © Goor-Schotten, Hilde

Endlich ist es so weit. Das zweite Corona-Testzentrum in Altena hat am Bahnhof auf dem Aldi-Parkplatz seine Türen geöffnet.

VON HILDE GOOR-SCHOTTEN

Altena – Von vielen, aber längst noch nicht von allen Interessierten bemerkt, hat das zweite Schnelltest-Zentrum in Altena seine Arbeit aufgenommen. Seit dem 11. Februar steht der beige Container auf dem hinteren Teil des Aldi-Parkplatzes an der Bahnhofstraße. Die Zulassung für das Testzentrum gab es bereits im Januar.

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„Der Bedarf ist da“, hat Tatjana Mains festgestellt, die das Testzentrum betreibt. Nach den ersten Tagen, an denen sich alles einspielen und die Mitarbeiter geschult werden mussten, ist das Zentrum jetzt täglich von 8 bis 19 Uhr geöffnet, samstags und sonntags von 9 bis 14 Uhr. „Die Resonanz am Sonntag ist sehr gut. Da habe ich schon gemerkt, dass gerade an diesem Tag großer Bedarf ist.“ Der Andrang an den anderen Tagen verteilt sich. „Es wissen noch nicht alle, wo wir stehen“, hat Mains gehört. Frühmorgens und spätabends sei eher weniger los, viele nutzen die Mittagszeit. Es können online Termine für die Tests gemacht werden (unter www.mein-test.nrw), man kann einen QR-Code am Container einlesen, aber viele kommen auch einfach so vorbei. Rund 50 Testungen am Tag würden im Schnitt momentan durchgeführt, berichtet Mains.

Das schafft meist noch ein Mitarbeiter oder eine Mitarbeiterin, ohne dass sich eine lange Schlange vor dem Container bildet. Sechs sind insgesamt in Altena beschäftigt. „Wenn die Testzahlen steigen, werden wir auch hier aufstocken“, sagt Mains – so wie in Kierspe und Ennepetal. Dort betreibt die Iserlohnerin ebenfalls seit einigen Wochen Test-Zentren.

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Von der Container-Lösung ist sie überzeugt. „Das ist sehr sicher. Den ganzen Tag über ist die Tür geöffnet. Wir tragen Schutzkleidung, Masken und Visier. Es wird regelmäßig alles desinfiziert“, erklärt sie. Und kommt jemand mit einem positiven Selbsttest-Ergebnis, was immer wieder mal vorkommt, wird vor der Tür getestet.

Der Test im Zentrum sei zuverlässiger als der Zuhause, betont Mains. Sie setzt ausschließlich die Tests ein, die auf der Liste des Paul-Ehrlich-Instituts stehen. Der Besucher kann zwischen Nasen- oder Rachenabstrich wählen. Empfohlen werde die Nase, erklärt die gelernte Labor-Assistentin (MTA). Auch ihr persönliches Empfinden sei, dass das genauer ist, doch die Entscheidung bleibe jedem überlassen.

Neue Corona-Teststation direkt am Bahnhof im MK: Blick auf Lockerungen

Gefühlt zwei bis drei positive Ergebnisse täglich gebe es momentan im Altenaer Testcontainer. Sie werden ans Gesundheitsamt gemeldet, die Betroffenen sollten anschließend einen PCR-Test vornehmen lassen und sich direkt in die häusliche Quarantäne begeben. Das Ergebnis lassen sich die meisten per Mail schicken. „Wir drucken es aber auch aus, wenn man warten will“, sagt die Leiterin des Testzentrums, „mancher geht in der Zwischenzeit einkaufen.“

Auch wenn gerade viel über Corona-Lockerungen geredet wird, ist ein Ende der Testung kurzfristig noch nicht absehbar: „Die Testverordnung gilt erst einmal bis zum 31. März. Mitte März wissen wir hoffentlich genauer, wie es weitergeht.“ So lange will Mains ihr Angebot, das das DRK-Testzentrum in der Burg Holtzbrinck ergänzt, in jedem Fall offenhalten. Am Ende muss es sich auch für die Betreiberin rechnen. Die Testzentren bekommen pro Test 8 Euro für die Durchführung und 3,50 Euro für die Sachkosten. Im Dezember und Januar waren es 4,50 Euro. „Damit es wirtschaftlich ist, brauchen wir schon mindestens 30 Testungen am Tag.“

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