NRW-Beschluss zu Schulen

Wieder zuhause lernen

Schüler am Computer
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Ab Montag ist wieder Homeschooling angesagt - jedenfalls für Schüler ab der achten Klasse.

„Das werden viele Eltern nutzen“, sagt Carsta Coenen, Leiterin der Gemeinschaftsgrundschule Nachrodt-Wiblingwerde, zur Aufhebung der Präsenzpflicht für die Klassen 1 bis 7, die NRWs Ministerpräsident Armin Laschet verkündet hat. Reaktionen auf die Regeln für Schulen im Überblick.

Altena/Nachrodt-Wiblingwerde – Es ist ein kurzfristiger Shutdown. Die Aufhebung der Präsenzpflicht für die Klassen 1 bis 7 hat NRWs Ministerpräsident Armin Laschet verkündet. Ab Klasse 8 soll nur von Zuhause gelernt werden. Die Reaktionen auf die Regeln für Schulen fallen sehr unterschiedlich aus.

Grundschule Nachrodt-Wiblngwerde: Leiterin findet Regelung gut

Coenen findet die Entscheidung gut, denn „so werden die Ängste ernst genommen, die Eltern durchaus haben“. Auch die Lehrer möchten nichts riskieren. Im Moment ist eine dritte Klasse komplett in Quarantäne, nachdem ein Kind positiv auf das Coronavirus getestet wurde. Diesem Kind geht es gut.

Die Testung der Mitschüler läuft zeitversetzt. „Ich hoffe, dass alle verschont bleiben“, sagt Carsta Coenen, die keine großen Probleme für den Unterricht zu Hause sieht. Die Kinder, die zur Schule kommen werden, bekommen Präsenzunterricht, die anderen werden mit Materialien versorgt. Die Möglichkeit, dass Kinder, die zu Hause sind, in den Unterricht „zugeschaltet“ werden, gibt es in Nachrodt noch nicht. Sowohl für die beiden Tage vor Weihnachten als auch für den 7. und 8. Januar werden Notbetreuungen angeboten.

Burggymnasium: Eidnringlicher Appell des Leiters

Ulrich Holtkemper, der Leiter des Burggymnasiums, appelliert an die Eltern, möglichst auch die Schüler der Klassen fünf bis sieben zuhause zu behalten. Wenn Lehrer sich einerseits um den Präsenzunterricht für diese Schüler, andererseits um das Homeschooling für die Klassen acht bis zwölf kümmern müssten, komme die Schule an ihre Grenzen. „Das gibt unser Equipment nicht her“, sagte er mit Hinweis auf die noch nicht optimale EDV-Ausstattung, wegen der es besser sei, wenn Lehrer den Fernunterricht von zuhause aus erteilen würden.

Holtkemper beklagte, dass – wie schon im Frühjahr – in höchster Eile an einem Freitagmittag Entscheidungen öffentlich gemacht wurden, ohne dass den Schulen Informationen vorlagen. Er informierte die Schüler per Lautsprecherdurchsage und bereitete eine Information an die Eltern vor, die per E-Mail verschickt werden sollte. Außerdem stimmte er das weitere Vorgehen mit den Koordinatoren der Jahrgangsstufen und dem Lehrerrat ab. Entwarnung konnte er geben, was Klassenarbeiten angeht: Bis zum Beginn der Ferien stünden kaum welche an.

Sekundarschule: Konzepte wären besser

Auf diesen Lockdown vorbereitet war Anne Rohde, Leiterin der Sekundarschule. Sie wartet zwar auch dringend die offizielle Mitteilung – „vielleicht kommt sie erst Sonntag um 23.57 Uhr“ – , findet aber das ungeregelte Herunterfahren der Schulen nicht sinnvoll.

„Wenn Eltern entscheiden, ihre Kinder zu Hause zu lassen, dann sind die Lerngruppen nicht darauf eingestellt. Da hätte man besser Konzepte entwickeln können“, sagt Anne Rohde. Nichtsdestotrotz kann die Situation gut gestemmt werden: Alle Schüler haben Videokonferenzen geübt. Und alle haben Arbeitsmaterialien zu Hause, die sie nicht noch holen müssen.

Der Distanzunterricht ist vorbereitet, wobei Anne Rohde davon ausgeht, dass der Prüfungsjahrgang in der Schule sein sollte. Ob die Kleineren zu Hause gelassen werden, kann Anne Rohde nicht einschätzen. „Die Eltern vertrauen unserem Hygienekonzept“, weiß die Schulleiterin. Alle Infos und aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus im MK finden Sie in unserem News-Blog. 

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