Präsenzunterricht ab 31. Mai: Freude an den Schulen

Mit Maske im Klassenzimmer: Noch kommen die Schüler nicht jeden Tag in die Sekundarschule.
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Mit Maske im Klassenzimmer: Noch kommen die Schüler nicht jeden Tag in die Sekundarschule.

Schule für alle jeden Tag: Ab 31. Mai soll es wieder Präsenzunterricht geben. Diese Regelung des Landes NRW ruft in den Schulen in Altena und Nachrodt unterschiedliche Reaktionen hervor. Eine Stichprobe.

Altena/Nachrodt – Burggymnasium: „Das war absehbar“, sagt Hans Ulrich Holtkemper, Leiter der größten Schule im Umkreis. Das Burggymnasium wird von 850 Schülern besucht. „Ich glaube, dass sich alle darüber freuen, dass die Schüler wieder zusammen sein können“, meint der Schulleiter zur Perspektive eines gemeinsamen Neuanfangs. Jedoch gibt er auch zu bedenken: „Zehn Tage sind eine lange Zeit.“ Der Schulleiter weist darauf hin, dass man das Infektionsgeschehen und die Inzidenzzahlen weiter im Auge behalten müsse. Denn: Voraussetzung zur Rückkehr in den regulären Schulbetrieb ist, dass die 7-Tage-Inzidenz stabil unter 100 liegt – und bleibt.

Es gebe jedoch auch Bedenken, sagt Holtkemper – und zwar bei Schülern, Lehrern und für Eltern. „Wir werden abwarten müssen, wie die Zahlen am Ende des Monats aussehen.“ Derzeit werden zum Beispiel die Klassen 5 bis 9 wochenweise in Präsenz beschult, also zum Beispiel in einer Woche die Klassen b und d, in der anderen die a und c. In der Oberstufe, wo es keine Klassen gibt, werden die Schüler nach dem Alphabet geteilt.

Organisatorisch seien am BGA keine großen Vorbereitungen oder Veränderungen erforderlich. „Grundsätzlich ist es richtig, dass alle wieder in Präsenz sind“, findet der Schulleiter, „Aber“, und das unterstreicht Holtkemper nochmal, „die Entwicklung der Pandemie müssen wir beobachten.“ Die Eltern hat der Schulleiter noch nicht informiert. „Es ist ja noch nichts definitiv. Im Laufe der nächsten Woche“ werde er die Erziehungsberechtigten auf den neuesten Stand bringen.

Sekundarschule Altena und Nachrodt:

An der Sekundarschule zeigt sich Leiterin Anne Rohde grundsätzlich zuversichtlich: „Wir freuen uns, dass wir alle Kinder wiedersehen. Wir bereiten uns jetzt vor“, sagt Rohde. Man wolle einen ähnlichen Stundenplan wie bei letztem Präsenzunterricht zusammenstellen. Aber stellenweise müsse „nachgesteuert“ werden. Offen seien derzeit zum Beispiel noch Fragen zum Schwimmunterricht.

Mit dem Neustart sind aber zunächst auch Änderungen gegenüber dem alten Regelbetrieb verbunden: Sie beziehen sich auf den Nachmittagsunterricht. So solle am Holensiepen in Nachrodt, wo die Klassen 5 bis 7 beschult werden, möglichst auch Nachmittagsunterricht angeboten werden, sagt Anne Rohde. In der Nette in Altena sei das schwieriger. Dort sei die Mensa kleiner „und schlechter zu lüften“, wie Anne Rohde berichtet. Zudem gebe es Personalprobleme. „In Altena wird deshalb vorerst noch kein Nachmittagsunterricht angeboten.“ Mit Blick auf den weiteren Verlauf der Pandemie sagt die Schulleiterin: „Wir hoffen, dass wir bis zu den Ferien durchhalten.“ Sie beginnen am 5. Juli. Grundsätzlich gelte aber: „Wir freuen uns auf ein volles Haus.“

Aber: Auch an der Sekundarschule gibt es „Skepsis und Ängste“, sagt Anne Rohde. Sie meint damit Sorgen um die Gesundheit im Lehrerkollegium, „um die eigene und die der Kinder“. Die Lehrer der Sekundarstufe seien noch nicht durchgeimpft. Selbstverständlich gelten die Hygieneregeln weiter. Getestet wird zum Wochenbeginn und zur Wochenmitte.

Grundschule Nachrodt-Wiblingwerde:

An der Grundschule wird man sich jetzt mit einer neuen Stundentafel und dem Fächerkanon beschäftigen. Eine Frage für die Steuerungsgruppe. In der nächsten Woche soll dann eine Eltern-Info herausgegeben werden. „Es ist gut, dass wir uns wieder im großen Kreis treffen“, sagt Schulleiterin Carsta Coenen. Grundsätzlich. Aber natürlich gebe es auch Bedenken. „Die Praxis wird es zeigen“, sagt Carsta Coenen.

Grundschule Breitenhagen:

„Wir kratzen immer etwas unter 100 herum“, sagt Schulleiter Jörg Schlüter mit Blick auf die aktuelle Inzidenz. Kurzfristige Änderungen seien daher jederzeit möglich, auch bei den Vorgaben. Vorgesehen ist „ganz normaler Unterricht nach dem ursprünglichen Stundenplan“ ab 31. Mai. Die Hygiene-Auflagen bleiben bestehen, zweimal wöchentlich werden die Schüler getestet. Schulleiter Jörg Schlüter ist insgesamt aber zuversichtlich. Er sagt: „Wir machen das.“

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