Ordnungsamt greift durch

Maskenmuffel müssen in Altena zahlen 

Maskenpflicht herrscht in Altenas Innenstadt - nicht jeder hält sich daran.
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Maskenpflicht herrscht in Altenas Innenstadt - nicht jeder hält sich daran.

Nun reicht‘s den Ordnungshütern: Weil Ermahnungen allein nicht fruchten, kassiert das Ordnungsamt nun, wenn die Mitarbeiter Leute ohne Maske in Altenas Innenstadt erwischen.

Altena – NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat mit seiner Forderung nach einem „Brücken-Lockdown“ wenig Unterstützung der anderen Länderchefs erhalten. Mit seiner Idee, die Zeit mit einem harten Lockdown und einer damit einhergehenden deutlichen Verschärfung der Kontaktbeschränkungen zu überbrücken, bis mehr Menschen in Deutschland geimpft sind, stieß der CDU-Bundesvorsitzende auf Skepsis. Der „Brücken-Lockdown“, der noch nicht vom Tisch ist, könnte auch Ausgangsbeschränkungen in den Abend- und Nachtstunden bedeuten. Doch wer soll das noch alles kontrollieren?

Ulrike Anweiler, Leiterin des Altenaer Ordnungsamtes, ist der Vorstoß Armin Laschets natürlich nicht entgangen, weil ein harter Lockdown und eine erneute Änderung der Corona-Schutzverordnung auch einmal mehr neue Herausforderungen für die Ordnungshüter mit sich bringen würden.

Corona-Kontrollen: Starke Präsenz an neuralgischen orten in Altena

Die Kontrolle der Einhaltung von Corona-Regeln beschäftigt die Mitarbeiter des Ordnungsamtes schon seit etlichen Monaten. Das Ordnungsamt zeigt insbesondere an neuralgischen Punkten im Stadtgebiet, zu denen freilich die Innenstadt und der Busbahnhof Markaner zählen, immer und immer wieder Präsenz.

Die Corona-Pandemie hat die Ordnungshüter in den vergangenen Monaten aber an die Belastungsgrenze geführt – und sogar „darüber hinaus“, wie es Anweiler auf den Punkt bringt. „Es gibt für uns nur noch Corona, Corona, Corona“, betont die Chefin des Ordnungsamtes. Die Personaldecke sei für das derzeitige Arbeitsaufkommen eigentlich schon zu dünn, die Umsetzung neuer Vorgaben führten immer wieder zu neuen Herausforderungen, die gestemmt werden müssten.

Engere Kooperation mit der Polizei möglich

Fast an jedem Wochenende würde Dienst gefahren, teilweise sogar mehr „als die üblichen Stunden“, so Anweiler. Sollte nun tatsächlich ein harter Lockdown und gar nächtliche Ausgangssperren kommen, „dann müssen wir gucken, wie wir es hinkriegen“, sagt Anweiler.

Sie könne sich eine noch engere Zusammenarbeit und Abstimmung mit der Polizei vorstellen. Aber so lange nichts Konkretes auf dem Tisch liege, so lange könne eben auch noch keine konkrete Planung angegangen werden. Ein Dauerärgernis, ein ermüdendes noch dazu, ist für die Ordnungshüter der Gegenwind, der ihnen bei den Kontrollen im öffentlichen Raum wie der Fußgängerzone teilweise entgegen bläst.

Maskenpflicht in Altena: Ermahnungen reichen nicht

Am Markaner oder auf der Lenne- und Kirchstraße herrscht seit Anfang Dezember Maskenpflicht, auf die an den Eingängen mit Schildern unmissverständlich hingewiesen wird. Doch längst nicht alle Passanten halten sich an diese Pflicht. Auch dann nicht, wenn sie von den Ordnungshütern zum Tragen eines Mund-Nase-Schutzes ermahnt werden.

Wie Ulrike Anweiler bestätigte, gebe es den einen oder anderen Pappenheimer, der die Maskenpflicht trotz mehrmaliger Ansprache schlichtweg ignoriere oder die Maske wieder absetze, sobald das Ordnungsamt außer Sichtweite ist. „Wir gehen deswegen dazu über, nicht mehr zu ermahnen, sondern auch Bußgelder zu verhängen“, betont Anweiler.

Auch die permanenten Diskussionen darüber, ob eine Maskenpflicht in der Innenstadt überhaupt nötig sei, seien für sie und ihr Team lästig geworden. „Die Leute können ja darüber diskutieren. Aber das geht auch mit Maske“, so Anweiler. Wer ein Bußgeld wegen des Verstoßes gegen die Maskenpflicht erhält, zahlt in Altena 50 Euro plus 28,50 Euro Gebühren. Alle Infos zur Corona-Entwicklung im MK gibt‘s in unserem News-Blog.

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