Sehr gemischtes Stimmungsbild

Corona-Lage: So denken die Altenaer über die Regeln

Die Corona-Krise hat Deutschland weiter fest im Griff
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Die Corona-Krise hat Deutschland weiter fest im Griff.

Private Feiern, Reisen, Restaurant-Besuch: Derzeit ändern sich die Corona-Schutzregeln immer wieder. Zum Teil sind die Menschen verunsichert. Und nicht alle finden sie gut. Ein Stimmungsbild vom Wochenmarkt in Altena.

„Alles Erpressung“, so beurteilt Regina Schinschlag die verschärften Corona-Schutzmaßnahmen. Die 68-jährige Altenaerin gehört zu den Skeptikern, die, wie sie selbst sagt, „alles hinterfragt, dem Fernsehen nicht über den Weg traut“ und alles rund um das Coronavirus für aufgebauscht hält. An die Vorgaben hält sie sich „wohl oder übel“. Aber testen lassen würde sie sich niemals.

„Wir haben natürlich die Sondersendung mit Angela Merkel gesehen“, sagt Ute Flusche (63) und findet die verschärften Maßnahmen gut und richtig. Aufgrund des Föderalismus’ sei keine Einheitlichkeit möglich, „aber das würde ich mir wünschen“. Persönlich hat sie schon lange ihre Kontakte eingeschränkt und wird jetzt auch eine Halloween-Party absagen, die mit Freunden gefeiert wird.

Regeln: „Man weiß gar nicht mehr, was Sache ist“

Er hat seinen Fernseher verschenkt, besitzt kein Radio, liest keine Zeitung: Olaf Döhler hat sich entschieden, auf Informationen zu verzichten, guckt höchstens ins Internet. „Wer belügt mich denn am besten?“, sagt der 53-Jährige. Das Virus sorgt ihn nicht. „Angst frisst die Seele.“ Wegen der 10 000 Leute, die an Krankenhaus-Keimen gestorben seien, „werden auch keine Krankenhäuser geschlossen“.

Alle Informationen rund um das Coronavirus im MK finden Sie in unserem Newsblog.

„Man weiß ja gar nicht mehr, was Sache ist“, meint Michaela Krüger zu den neuesten Corona-Maßnahmen. Zu viele Verbote, Städte-Abhängigkeit, keine Einheitlichkeit. Auch das Beherbergungsverbot findet sie unsinnig. Die Altenaerin arbeitet im Pflegeheim und möchte schon aus diesem Grund nicht in den Urlaub fahren. „Ich halte mich auch nicht dort auf, wo viele Leute sind.“ 

Coronavirus: Ärger über Maskenmuffel

Die hohen Infektionszahlen erschrecken Elke Leinweber. „Mich ärgert einfach, dass sich es immer Leute gibt, die sich an die Maßnahmen nicht halten. Gerade habe ich drei Frauen angesprochen, die keine Maske tragen.“ Man solle das gleich mit 500 Euro bestrafen. Es gehe nur übers Geld. Außerdem spricht sich die 65-Jährige dringend für einheitliche Regelungen in allen Bundesländern aus.

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