Polizei unterwegs

Nachtschwärmer müssen mit Corona-Kontrollen rechnen

Corona-Kontrolle mit Ordnungsamt in Altenas Innenstadt
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Corona-Kontrolle: Wer nachts in Altenas Innenstadt unterwegs ist, muss mit Kontrollen rechnen.

Das Ordnungsamt kontrolliert nachts nicht mehr, ob die Ausgangssperre eingehalten wird. Wohl aber die Polizei. Denn wer spät abends durch die Burgstadt läuft, fällt auf.

Altena – „Die Regeln sind so weit aufgeweicht worden, dass nächtliche Kontrollen aus unserer Sicht nur noch wenig Sinn machen.“ Das sagt Ulrike Anweiler, die Leiterin des Altenaer Ordnungsamtes mit Blick auf Ausnahmen für vollständig Geimpfte und Genesene.

Deswegen wird die nächtliche Ausgangssperre von ihren Mitarbeitern nicht mehr kontrolliert. Die personellen Ressourcen seien knapp und könnten anderswo sinnvoller eingesetzt werden, meint sie und gibt auch zu, dass sie langsam, aber sicher den Überblick verliert.

Vatertag: Stadt stimmt sich mit Kreis ab

Kein Wunder: Allein am Dienstag traten auf Landesebene eine neue Coronaschutzverordnung, eine Corona-Betreuungsverordnung, die Coronaeinreiseverordnung sowie die Neufassung der Corona-Test-und-Quarantäneverordnung in Kraft – insgesamt 56 eng beschriebene Din A4-Seiten. Mit Blick auf den „Vatertag“ (13. Mai) habe sie den Märkischen Kreis um Auskunft darüber gebeten, auf was an diesem Tag besonders geachtet werden soll. Alle Neuigkeiten rund um die Corona-Pandemie im MK lesen Sie in unserem News-Blog

Wer zwischen 22 und 5 Uhr unterwegs sei und einer Streife begegne, müsse durchaus damit rechnen, kontrolliert zu werden, heißt es seitens der Kreispolizeibehörde. In größeren Städten fahre die Polizei auch gezielt Orte an, von denen bekannt sei, dass sich dort nachts öfter Menschen treffen, sagte Christof Hüls aus der Polizei-Pressestelle.

Corona-Verstöße: Oft steckt mehr dahinter

In Altena gebe es solche „Spots“ aber eher nicht. In der Burgstadt werde lediglich im Zuge des normalen Streifendienstes auf die Einhaltung der Corona-Regeln geachtet. Weil deutlich weniger Menschen als sonst unterwegs seien, sei die Chance groß, dass man kontrolliert werde, wenn man nachts unterwegs sei. Die meisten könnten gute Gründe angegeben, sagte Hüls.

Und wenn gegen die Corona-Verordnung verstoßen werde, dann stecke oft noch mehr dahinter – wie am Wochenende in Hemer: Nachbarn hatten sich über laute Musik aus einer Wohnung beschwert. Die Beamten trafen dort nicht nur fünf Personen aus verschiedenen Haushalten an, sondern fanden auch Marihuana. Die Folge: sechs Anzeigen. Rund 20 pandemiebedingte Einsätze seien am Wochenende (8./9. Mai) bei der Polizei aufgelaufen, – kreisweit, wohlgemerkt.

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