Im Impfzentrum im MK

Hoffnung auf Normalität: So geht‘s einem Senior (91) nach der Corona-Impfung

Günter Willschütz aus Altena wird im Impfzentrum Lüdenscheid geimpft.
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Günter Willschütz aus Altena wurde im Impfzentrum Lüdenscheid geimpft.

Günter Willschütz ist zufrieden. Vor eineinhalb Wochen hat der 91-jährige Altenaer seine erste Corona-Impfung im Impfzentrum in Lüdenscheid erhalten. Und er hat sie gut vertragen.

Altena – Sein Körper habe keinerlei Nebenwirkungen auf den Wirkstoff von Biontech/Pfizer gezeigt. „Es war so, als wenn ich gar nicht da gewesen wäre“, sagt Willschütz. Etwas anderes habe er aber auch nicht erwartet. Sorgen machte er sich keine – weder vor noch nach der Spritze. Die Impfung habe er schnell wieder aus seinem Gedächtnis gelöscht. „Nur das Pflaster erinnert mich noch an den kleinen Stich“, sagt Willschütz. Das hatte er bis Freitag auf seinem Arm. Inzwischen ist aber auch das Pflaster ab.

Interessant war für den 91-Jährigen, dass er nach seiner Impfung in Lüdenscheid und der Berichterstattung einige Anrufe erhalten hat. Andere Senioren oder deren Angehörige meldeten sich mit Fragen rund um die Impfung und den Ablauf im Impfzentrum bei ihm. „Ich habe mich mit ihnen unterhalten und versucht, einige Fragen zu beantworten“, sagt Willschütz.

Optimismus für zweiter Impfung

Für ihn war es wohl eine willkommene Abwechslung, denn seit Beginn der Pandemie verlässt der Senior seine Wohnung am Lennestein kaum noch. Ist sein Sohn Michael arbeiten, mit dem er zusammen wohnt, verbringt Willschütz seine Zeit in der Regel alleine. Abgesehen von seinem Sohn sieht der 91-Jährige kaum Freunde und Verwandte. Nur per Videotelefonat finden Unterhaltungen statt.

Mit seiner zweiten Impfdosis, die er am 5. März erhalten soll, könnte sich das endlich wieder ändern. „Ich bin mir sicher, dass es beim zweiten Termin genauso gut laufen wird“, sagt der Altenaer optimistisch. Wahrscheinlich werde dieser Termin sogar noch etwas angenehmer, weil es dann nicht mehr so kalt ist. Für seine Erstimpfung hatte der Senior bei minus acht Grad vor der Schützenhalle warten müssen. Ohne Zelt.

Hoffnung auf etwas mehr Normalität

Sein Name stand nicht in der Terminliste, weil er sich mit dem Tag vertan hatte und zu früh nach Lüdenscheid gekommen war. Glücklicherweise konnten die Mitarbeiter Willschütz aber dennoch impfen. Für die Flexibilität zollte er dem Personal Respekt und Anerkennung.

Jetzt hat Günter Willschütz neue Hoffnung geschöpft, dass sich die Pandemie mit ihren vielen Einschränkungen durch die Impfung entschärfen wird. „Ich hoffe, dass ich im Herbst mit meinem Sohn wieder nach Spanien in den Urlaub fliegen kann“, sagt er. An der Costa Brava hat die Familie vor Corona regelmäßig Urlaub gemacht. Willschütz hatte einige Zeit lang für VDM Metals in Barcelona gearbeitet und sich mit seiner Frau ein Haus an der Küste gekauft.

Das Haus besitzt er inzwischen zwar nicht mehr, möchte aber trotzdem gerne wieder nach Spanien, um Klima und Landschaft zu genießen. „Hier zu Hause ist mir langweilig“, sagt Willschütz.  Alle Infos und aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus im MK finden Sie in unserem News-Blog. 

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