Mitarbeiter erkrankt

Ausgerechnet im Winterdienst: Corona-Fall beim Bauhof 

Winterdienst
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Der Winterdienst funktioniert.

Es hätte ein Drama werden können. Abgespeckter Räumdienst in Altena und Nachrodt im Winter, weil viele Mitarbeiter in Quarantäne gewesen wären. Denn ein Mitarbeiter ist an Covid-19 erkrankt. Doch e sgibt gute Nachrichten.

Altena/Nachrodt-Wiblingwerde – Die gute Nachricht: Die Krankheit steckt er recht gut weg. Kopfschmerzen. Kein Geschmack. Und riechen kann er auch nicht. Aber ansonsten geht es ihm gut. Dankbar erzählt der Bauhof-Mitarbeiter, der seinen Namen nicht nennen möchte, dass er und seine ebenfalls erkrankte Frau von lieben Menschen mit den wichtigsten Dingen versorgt werden.

Nur der Hund versteht nicht, dass es keine Spaziergänge mehr gibt und er nur in den Garten kann. „Wir wissen nicht, wo wir uns angesteckt haben“, sagt der Bauhof-Mitarbeiter, sehr froh, dass er seine Kollegen nicht infiziert hat. „Es kann nur beim Einkaufen passiert sein.“

Kontaktpersonen wurden getestet

„Die sieben Kontaktpersonen wurden getestet. Alle Ergebnisse sind negativ“, sagt Robert Groppe, Leiter des Baubetriebshofes, erleichtert. Die Testung war nicht angeordnet. „Das haben wir auf unsere Kappe und Kosten gemacht“, erzählt Robert Groppe.

Er selbst musste bereits im November als Mitglied des Krisenstabs der Stadt Altena in häusliche Quarantäne, kennt also das Prozedere. „Das war sehr bedrückend“, erzählt er von seinen persönlichen Erfahrungen. „Und das Homeoffice hatte so gar nichts mit Entspannung zu tun“, gibt er zu. Auch Robert Groppe wurde jetzt negativ getestet. Alle Infos und aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus im MK finden Sie in unserem News-Blog.  

Kaum Kontakt unter Kollegen

Dass der Winterdienst einsatzfähig bleibt, wird durch unterschiedliche Teams gewährleistet, die separiert unterwegs sind. „Wir sind gut aufgestellt, die Kollegen kommen nicht mehr ins Büro, Besprechungen finden am Telefon oder draußen statt. Die Teams werden auch nicht gemischt“, sagt Robert Groppe.

Für ihn ist es der erste Winter als Chef. Eine Herausforderung, der er recht gelassen ins Auge blickt. „Natürlich ist das alles neu. Aber ich habe ein gut eingespieltes Team. Die Leute wissen, was sie tun. Sie lassen mich teilnehmen, und ich wachse daran“, setzt er großes Vertrauen darauf, dass der Bauhof auch diesen Winter mit all seinen Herausforderungen meistern wird.

Winterdienst in Altena: Um 5 Uhr morgens geht es los

Straßenmeister Detlev Kalupka und Heiko Tölken sind ab 4 Uhr morgens als Erkundungsdienst unterwegs, bevor um 5 Uhr der eigentliche Winterdienst startet. „Wir bekommen täglich zwei professionelle Wetterberichte“, erzählt Robert Groppe. Darin geht es in Klassifikationen um Schneefall, Glatteis, Bodenfrost, um Schneeverwehungen und Bodentemperaturen.

In den nächsten Tagen wird es wärmer. „Wir werden den Winterdienst deshalb etwas zurückfahren können, aber machen natürlich weiterhin Kontrollen“, sagt Robert Groppe, dem vor allem mögliche Eisschichten auf den Fahrbahnen Sorgen machen.

Bauhof in Altena und Nachrodt: 100 Tonnen Salz im Lager

Fünf Unimogs und zwei 17-Tonner sind zu Streufahrzeugen umgerüstet. Ein neuer Schneepflug ist bestellt. In den nächsten Jahren sollen nach und nach alte Fahrzeuge gegen neue ausgetauscht werden. 100 Tonnen Salz sind eingelagert, weitere 100 Tonnen sind bestellt. Wie viel man letztlich braucht, hängt natürlich vom Wetter ab.

Wenn es heftig kommt, können es 700 Tonnen Salz sein, „im letzten milden Winter sind wir mit 250 Tonnen ausgekommen“, erzählt der Bauhof-Chef, der selbst ein großer Freund der kalten Jahreszeit ist. Er hat noch nicht miterlebt hat, wie sehr der Winterdienst die Bürger beschäftigt und dass der Bauhof dann unter „ständiger Beobachtung“ steht. „Wir geben unser Bestes“, verspricht Robert Groppe.

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