Keine Entwarnung, aber ein Lichtblick

Corona im Ellen-Scheuner-Haus: Besondere Überraschung für Bewohner an Heiligabend

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Das Ellen-Scheuner-Haus in Altena.

Der Corona-Ausbruch im Ellen-Scheuner-Haus bleibt belastend für alle Beteiligten, die Situation in der Altenaer Pflegeeinrichtung ist weiter angespannt. Nur wenige Bewohner können über Weihnachten Besuch empfangen. Eine große, emotionale Überraschung gab es am Heiligabend für alle Bewohner

Altena - Im Scheuner-Haus, in dem am Montag eine Reihentestung durchgeführt worden war, gab es mit Stand vom Mittwoch in Summe 36 positiv auf das Coronavirus getestete Heimbewohner und 15 infizierte Mitarbeiter.

„Diese Bewohner sind nicht alle neu positiv getestet. Da ist auch ein Teil bei, der vorher positiv war und weiterhin positiv ist“, betonte Einrichtungsleiterin Petra Winkler. Auch von den betroffenen 15 Mitarbeitern sei ein Teil schon vor der Reihentestung am Montag positiv getestet gewesen.

Corona im Altenheim Altena: Sechs Bewohner im Krankenhaus

Sechs Bewohner befinden sich nach Angaben der Leiterin des Ellen-Scheuner-Hauses im Krankenhaus. „Wir stehen natürlich in Kontakt mit den Angehörigen und hören auch immer, wie es den Leuten geht. Es sind Leute auf dem Weg der Besserung, es sind aber auch Leute schwach. Es ist alles dabei“, so Winkler. Fünf Menschen aus dem Altenheim seien im Zusammenhang mit dem Coronavirus inzwischen verstorben.

Es gibt aber auch Lichtblicke kurz vor den Feiertagen: Ab Heiligabend ist es wieder möglich, dass Besucher unter Einhaltung der erforderlichen Hygiene- und Schutzmaßnahmen den Wohnbereich 8 betreten dürfen.

Corona im Altenheim Altena: Besuche nur in einem Wohnbereich

In den anderen Wohnbereichen allerdings wurde das Betretungsverbot, das der Märkische Kreis verhängt hatte, sowie der Aufnahmestopp bis zum 31. Dezember verlängert. Im Klartext bedeutet das: Lediglich die Bewohner des Wohnbereichs 8 dürfen ab Heiligabend wieder Besucher empfangen. Dort waren die ersten Infektionen aufgetreten.

Ab Sonntag beginnen auch im Märkischen Kreis die Impfungen gegen das Coronavirus. Das Vakzin soll schnellstmöglich durch mobile Teams zunächst in Pflegeheimen verabreicht werden. Wann im Ellen-Scheuner-Haus die ersten Impfungen stattfinden werden, blieb am Mittwoch offen.

Impftermin noch unklar

„Ich habe noch keine Information, noch kein Datum bekommen. Aber wir warten natürlich darauf“, sagte Petra Winkler. Wie viele Bewohner des Hauses sich letztlich impfen lassen werden, dazu konnte die Hausleiterin noch keine konkreten Aussagen treffen. „Wir sind mitten in der Abfrage, der Rücklauf ist im Gange“, so Winkler. Ein Teil der Bewohner könne sich selber für oder gegen eine Impfung entscheiden, für einen anderen Teil der Bewohner müssten deren Bevollmächtigte oder Betreuer entscheiden.

Ein paar Mitarbeiterkinder haben nochmal Sterne für die Fenster der Bewohner gebastelt. Es ist festlich geschmückt, so wie das immer bei uns ist.

Heimleiterin Petra Winkler

Trotz der weiterhin angespannten Situation im Ellen-Scheuner-Haus soll versucht werden, „im Rahmen der Möglichkeiten den Heiligen Abend auch in einer guten Form zu begehen“, so Winkler, „das ist für alle wichtig. Für uns ist es wichtig, für die Menschen, die wir begleiten, ist es wichtig. Wir wollen, dass man merkt, dass Heiligabend ist.“

Das spürten die Bewohner und Mitarbeiter bei einem besonderen Besuch. Das Blasorchester Altena kam am Mittag für ein Ständchen vorbei. Es waren sehr emotionale Momente für Bewohner und Musiker gleichermaßen, die das erste Mal nach dem plötzlichen Tod ihres Leiters Thorsten Goslar wieder zusammenkamen.

Hier gibt es das Video vom Auftritt des Blasorchesters Altena

Weihnachtliches Ambiente für Bewohner

Winkler wird eine Art Andacht über die Sprechanlage im Haus halten, für die Bewohner soll es natürlich wieder schönes Essen geben. „Ein paar Mitarbeiterkinder haben nochmal Sterne für die Fenster der Bewohner gebastelt. Es ist festlich geschmückt, so wie das immer bei uns ist“, so Winkler. Und natürlich erhalten die Bewohner Geschenke von ihren Angehörigen.

Am Mittwoch seien sehr viele Päckchen und Geschenke abgeben worden, auch am Heiligen Abend rechnet Petra Winkler und ihr Team damit, dass noch weitere Präsente für die Bewohner eintrudeln werden.

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