Bäderschließung finanziell gar nicht so schlimm

Besucherzahlen stark eingebrochen

Hallenbad
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Angelique Waschke bei Desinfektionsarbeiten im Hallenbad

Vier Monate komplette Schließung, im Sommer starke Einschränkungen wegen der Hygieneregeln: Es zeichnet sich ab, dass die Besucherzahlen im Frei- und Hallenbad im Jahr 2020 massiv eingebrochen sind. Das werde sich aber nicht unbedingt negativ auf das Jahresergebnis auswirken, sagt Hendrik Voss. Der Stadtwerke-Geschäftsführer ist gleichzeitig Chef des Bäderbetriebes.

Altena - Um die 50 000 Euro nimmt der Bäderbetrieb jährlich an Eintrittsgeldern ein – viel zu wenig, um die Ausgaben zu decken. Die liegen in normalen Jahren bei etwa 700 000 Euro, dürften aber 2020 niedriger gewesen sein. Unter anderem deshalb, weil das Bad im Lockdown nicht in gewohntem Maße beheizt wird und deshalb die Gasrechnung niedriger ausfallen wird. Auch der Wasserverbrauch dürfte gesunken sein.

Schwimmmeisterinnen arbeiten fürs Ordnungsamt

Der Knackpunkt sind allerdings die Personalausgaben. Im ersten Lockdown haben sich die Beschäftigten viel mit Aufräum- und Instandhaltungsarbeiten beschäftigt, während des zweiten Lockdowns sind sie an die Stadt sozusagen ausgeliehen. Die Schwimmmeisterinnen verstärken das Ordnungsamt, Raumpflegerinnen und Kassiererinnen sorgen dafür, dass Putzintervalle in Schulen und Verwaltungsgebäuden verkürzt werden. Wie dies intern verrechnet wird, sei noch nicht besprochen worden, sagte Voss. Er erinnerte aber auch daran, dass der Bund den Kommunen Sonderzahlungen für deren „coroanbedingten Mehraufwand“ versprochen habe und dass der Bäderbetrieb durchaus dabei geholfen habe, diesen Mehraufwand zu bewältigen. Deshalb rechnet er damit, dass dafür auch Gelder fließen.

Stadtwerke erwarten gutes Ergebnis

Es gibt aber noch einen weiteren Grund, warum der Bäderbetrieb sich keine finanziellen Sorgen machen muss: An ihn fließt der Gewinn der Stadtwerke – und für die sei 2020 ein gutes Jahr gewesen, berichtet Voß.

Einfach ausschalten kann man ein Schwimmbad übrigens nicht: Die Wasseraufbereitung muss weiterlaufen, auch die vorgeschriebenen Wasserproben werden regelmäßig gezogen. Einmal am Tag guckt deshalb im Dahler Bad jemand nach dem Rechten. ben.-

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