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Angst vor Starkregen, Trauma nach der Flut: DRK-Herzensmenschen wollen helfen

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Von: Volker Heyn

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Barbara Schmidt ist beim DRK-Kreisverband Märkischer Kreis Leiterin des Herz- und Seelenhilfsprojekts. In Altena bietet sie einen Workshop an für Menschen, die mit den Flut-Folgen und anderen äußeren Krisen nicht richtig klar kommen.
Barbara Schmidt ist beim DRK-Kreisverband Märkischer Kreis Leiterin des Herz- und Seelenhilfsprojekts. In Altena bietet sie einen Workshop an für Menschen, die mit den Flut-Folgen und anderen äußeren Krisen nicht richtig klar kommen. © DRK MK

In gut zwei Wochen jährt sich das besonders für Altena verheerende Hochwasser, die Helferinnen des DRK-Kreisverbands Märkischer Kreis wissen von Betroffenen, dass sie auf diesen Jahrestag mit Angst blicken. Jeder Starkregen der letzten Wochen löste bei manchen Ängste aus. Aber auch andere emotionale Herausforderungen der Zeit, wie die Sperrung der A 45, der Ukraine-Krieg und die Corona-Pandemie belasten die Menschen in der Region sehr.

Altena - „All diesen äußeren Einflüssen können wir nicht unbedingt entfliehen, können aber lernen, anders damit umzugehen“, schreibt Barbara Schmidt, seit Mai Projektkoordinatorin Herz- und Seelenhilfeprojekt beim DRK-Kreisverband.

Für solcherart von Krisen Betroffene hat das DRK einen kostenlosen Kurzworkshop entwickelt, der am Samstag, 2. Juli, von 14 bis 17 Uhr im Bergheim Mühlenrahmede angeboten wird. Das DRK in Westfalen-Lippe hatte schon Mitte November 2021 auf das Hochwasser reagiert und das Projekt „Herz- und Seelenhilfe“ in die Vorbereitungsphase gestartet.

Ziel des Projekts ist es, eine leicht erreichbare emotionale Unterstützungsstruktur in den betroffenen Regionen aufzubauen, um den Menschen vor Ort ein offenes Ohr zu bieten und sie an bereits bestehende Angebote weiterzuvermitteln.

Den konkreten Start des Projektes markierte die Einstellung der lokalen Projektkoordinatorinnen in den fünf regional betroffenen DRK-Kreisverbänden. Für den Märkischen Kreis hat Barbara Schmidt diese Aufgabe übernommen. Sie ist für die bedarfsorientierte Umsetzung des Projektes im Märkischen Kreis verantwortlich. Immer noch liegt der Fokus der Projektarbeit auf der Gewinnung von Ehrenamtlichen, die sich zu „DRK-Herzensmenschen“ schulen lassen möchten. Diese Herzensmenschen unterstützen ihre Mitmenschen mittel- und langfristig im Sinne einer Nachbarschaftshilfe nach dem Motto: „Zuhören, stärken, weitervermitteln“.

Starkregen, Hochwasser und Überschwemmungen in Altena
Starkregen, Hochwasser und Überschwemmungen in Altena © Thomas Bender

Barbara Schmidt lädt zu diesem Workshop ein: „Es dürfen sich gerne alle Personen anmelden, die sich angesprochen fühlen. Besonders laden wir auch Menschen zur Teilnahme ein, die im Zuge des Hochwassers betroffen waren und sind. Wir wissen, dass der anstehende erste Jahrestag und jeder Starkregen bei ihnen ein mulmiges Gefühl auslöst. Wäre doch toll eine Methode zu finden, die ihnen hierbei hilft!“

Eingeladen sind auch Interessierte, die sich vorstellen können, ehrenamtlich als DRK-Herzensmensch tätig zu werden, Sie können an dem Workshop teilnehmen und auf diese Weise einen ersten Kontakt aufnehmen. Zwei Workshops zur Ausbildung von Herzensmenschen sind im Spätsommer geplant.

Anmeldung zum kostenlosen Workshop „DRK-Herz- und Seelenhilfe“ bei Barbara Schmidt unter Tel.: 0175 77 81 15 1 oder E-Mail: b.schmidt@drk-im-mk.de

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