Distanzunterricht in der Schule: So läuft‘s in Altena und Nachrodt

Grundschüler in der Notbetreuung.
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Die Notbetreuung in den Schulen wird sehr unterschiedlich genutzt.

Den meisten Schülern steht der Distanzunterricht bis zum Hals. Den Lehrern auch. Den Eltern erst recht. Durchhalten ist bis zum 12. Februar Pflicht. Was dann geschieht, weiß heute noch niemand.

Altena/Nachrodt-Wiblingwerde – Aber: Seit Montag (1. Februar) gibt es die Möglichkeit für Schüler aller Jahrgangsstufen, auch in der Schule am Distanzunterricht teilnehmen zu können, wenn es ihnen von zu Hause aus nicht möglich ist, den Unterricht zielgerichtet wahrzunehmen. Was genau zielgerichtet bedeuten soll, wird vom Schulministerium nicht genau erklärt.

Grundschule Nachrodt-Wiblingwerde: 35 bis 40 Kinder täglich vor Ort

Fakt ist: Die Altenaer und Nachrodter Schüler kommen zuhause mit dem Stoff und den technischen Bedingungen augenscheinlich gut zurecht. Dies gilt besonders für die älteren Schüler.

Während an der Grundschule Nachrodt-Wiblingwerde an beiden Standorten täglich zwischen 35 und 40 Kinder von insgesamt 237 Schülern betreut werden, ist in der Sekundarschule die Notbetreuung fast leer gefegt. Von den 390 Schülern sind zurzeit zwei Schüler in der Nette in Altena, zwei am Holensiepen in Nachrodt in der Schule.

„Wir haben nach Bekanntwerden der neuen Möglichkeiten eine Elternbefragung gestartet und warten noch die Rückmeldungen ab“, sagt Anne Rohde, Leiterin der Sekundarschule. Allerdings sagt sie auch stolz: „Der Fernunterricht funktioniert, jetzt geht es noch um die Optimierung.“

Tablets für Kinder, die es brauchen

Wo es dringend nötig war, haben die Kinder ein Endgerät von der Schule bekommen. Am Mittwoch und Donnerstag dieser Woche werden alle, die sich jetzt melden, – beispielsweise Kinder, die sich zu Hause ein Tablet mit einem Geschwisterkind teilen müssen – zusätzlich mit Geräten ausgestattet.

Das geschieht in Einzelterminen und mit Unterstützung von Lehrern, die die Tablets einrichten. Ein Team für die Notbetreuung hält die Sekundarschule grundsätzlich vor. Schulsozialarbeiter Thomas Mölle ist Ansprechpartner, der ganztags auch telefonisch zur Verfügung steht.

Dass die Grundschulkinder mehr Betreuung benötigen, ist nicht überraschend. Berufstätige Eltern, die nicht im Homeoffice arbeiten können, müssen diese Karte ziehen. „Wir haben zwei Gruppen in Wiblingwerde und zwei in Nachrodt“, sagt Schulleiterin Carsta Coenen. Die Kinder bearbeiten ihr Unterrichtsmaterial unter Aufsicht, Lehrkräfte sind bis mittags mit in der Notbetreuung.

Lockerung in den Schulen: „Nicht sofort geballte Ladung“

Carsta Coenen schickt ein riesiges Lob an ihr Kollegium, das alle Hebel in Bewegung setzt, um alle Kinder zu erreichen. „Es gibt eine große Ansprechbarkeit, per Zoom, per Telefon, es werden Materialien vorbeigebracht. Das ist bemerkenswert“. Sollte ab 14. Februar wieder Präsenzunterricht möglich sein, so wäre es aus Sicht von Carsta Coenen „wünschenswert, wenn es nicht sofort mit der geballten Ladung losgeht“. Im Moment, so sagt sie, seien verschiedene Modelle möglich – und „wir sind auf alles vorbereitet.“

Von den 850 Schülern des Burggymnasiums bekamen bis jetzt lediglich zwei Distanzunterricht in der Schule. Seit der neuen Regelung vom Montag sind sieben hinzugekommen. „Wir haben eine Abfrage bei den Klassenleitungen gestartet, wo sie die Notwendigkeit sehen“, sagt Schulleiter Hans-Ulrich Holtkemper.

Burggymnasium: Hybrid-Unterricht möglich

Die Eltern wurden angerufen. Wer kein Angebot bekommen habe, aber die Notwendigkeit für sein Kind sehe, könne sich gern noch melden. Zum möglichen Re-Start am 14. Februar sagt Hans-Ulrich Holtkemper: „Wir freuen uns über jeden Schüler und die Schüler werden sich ebenso freuen.“ Am Burggymnasium ist man auf alle möglichen Modelle vorbereitet, auch auf Hybridunterricht.

Das hybride Klassenzimmer vereint Präsenz- und Fernunterricht miteinander. Dabei sind einige Schüler im Klassenraum, andere arbeiten zu Hause. Alle Infos und aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus im MK finden Sie in unserem News-Blog. 

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