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Corona-Ausbruch: Schule im MK zieht Reißleine

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Von: Janine Tokarski

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Wird verschönert: der Hof der Grundschule im Mühlendorf. Auch die Schule auf dem Breitenhagen soll von den Landesgeldern profitieren.
Die Grundschule zieht Konsequenzen: Ab 22. Dezember wird nur noch auf Distanz unterrichtet © Thomas Keim

22 Corona-Fälle und weitere positive Pool-Tests: Schwer getroffen ist eine Grundschule im MK von Corona. Nun zieht sie Konsequenzen: Ab 22. Dezember bleiben die Kinder zu Hause.

Seit rund drei Wochen ist die Lage extrem angespannt: In der Grundschule im Mühlendorf in Altena sind zahlreiche Kinder an Corona erkrankt, auch eine Lehrkraft hatte es getroffen. Die Infektionen ziehen sich durch alle Jahrgangsstufen. Aktuell sind 22 Mädchen und Jungen mit Corona infiziert und in Quarantäne. Zudem fiel der Pool-Tests in drei Klassen am Montag (20. Dezember) positiv aus. Auch diese Kinder dürften erst wieder in die Schule, wenn ihre Einzeltests, die von den Eltern zu Hause gemacht wurden und nun im Labor ausgewertetet werden, negativ sind.

Nun ziehen Stadt, Kreis und Schule aber die Reißleine: „Die Schulleitung, das Lehrerkollegium, die Schulaufsicht und das Kreisgesundheitsamt haben gemeinsam mit der Stadt als Schulträger das Infektionsgeschehen am Grundschulstandort Mühlendorf erneut analysiert“, teilt Stefan Kemper, allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters, mit.

Notbetreuung: Eltern sollen Klassenlehrer kontaktieren

Das Ergebnis: „In der Besprechung wurde entschieden, dass der Schulstandort Mühlendorf ab Mittwoch (22. Dezember) in den Distanzunterricht geht.“ Kemper betont: „Diese Maßnahme gilt nur für den 22. und 23. Dezember. „

Weitere Informationen erhalten die Eltern von den Klassenlehrern. Eltern, die für ihre Kinder eine Notbetreuung benötigen, sollen sich ebenfalls mit den Klassenlehrkräften in Verbindung setzen. „Die Notbetreuung wird von Lehrkräften geleistet, sie ist aber kein Unterricht. Sofern die Notbetreuung den offenen Ganztag und weitere Betreuungsangebote umfasst, werden die Kräfte für die Ganztags- und Betreuungsangebote einbezogen. „

Präsenzunterricht nach den Ferien geplant

Bei dem Termin in der Grundschule schauten sich Vertreter des Kreisgesundheitsamts die räumlichen Gegebenheiten und die organisatorischen Maßnahmen an, die getroffen werden, um den Corona-Ausbruch in den Griff zu bekommen. „Hier wurden keine Mängel festgestellt. Alle Vorgaben und Empfehlungen hinsichtlich des Infektionsschutzes werden an der Schule berücksichtigt.“, betont Kemper.

Schulleiter Wolfgang Wilbers und das Lehrerkollegium hatten bereits zuvor entschieden, keinen Unterricht mehr mit Kindern aus verschiedenen Klassen zu machen und Lehrer nicht mehr zwischen den Standorten der Schule in Dahle und im Mühlendorf pendeln zu lassen.

Nach den Weihnachtsferien startet die Schule nach aktuellem Stand wieder regulär mit allen Kindern im Präsenzunterricht. Schulleiter Wilbers bittet allerdings darum, „in Eigeninitiative vor dem Schulbeginn zumindest einen Schnelltest oder noch besser einen Bürgertest mit den Kindern zu machen“. Alle aktuellen Entwicklungen zur Corona-Lage im MK finden Sie in unserem News-Blog.

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