Cold-Water-Challenge mit Tambourcorps Dahle

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Auch nachdem sie schon einmal untergetaucht waren spielten die Musiker des Tambourcorps Dahle tapfer weiter. Die Notenblätter sind eh laminiert. Aber die Instrumente mussten gut getrocknet werden, damit sie keinen Rost ansetzen.

ALTENA - Von so vielen Handykameras wird das Tambourcorps Dahle selten gefilmt. Dass die Musiker aber in voller Montur samt Instrumenten ins Freibad hüpfen, dürfte auch ziemlich einzigartig sein.

Von Ina Hornemann

Hätten sie es nicht getan, wäre es teuer geworden, denn die Kollegen vom Tambourcorps Küntrop hatten sie herausgefordert zur „Cold Water Challenge“. Der Einsatz: eine Grillparty.

Im Sozialen Netzwerk Facebook ist es längst ein Running Gag: Zuerst waren es einzelne Personen, die sich dabei Filmen ließen, alltägliche Dinge in kaltem Wasser zu verrichten. Ob in Teichen, Flüssen, Freibädern, Planschbecken oder im kühlen Strahl eines Gartenschlauchs - alles ist erlaubt, solange kaltes Wasser dabei eine Rolle spielt. „Irgendwann hat sich das auch auf Vereine übertragen“, erklärt der stellvertretende Tambourcorpsvorsitzende Marcel Goldbach. Mittlerweile gibt es feste Regeln: Wer sich nach einer Nominierung durch einen anderen der Herausforderung gestellt hat, der darf drei andere befreundete Vereine nominieren und herausfordern. An eine Nominierung sind auch Bedingungen geknüpft: Wird die Challenge nicht durchgeführt, muss der „kneifende“ Verein etwas rausrücken: Zum Beispiel eine Fete ausrichten oder für einen guten Zweck spenden. Die Küntroper Kollegen hatten eine Grillparty verlangt im Falle einer Nicht-Einlösung.

„Das konnten wir so nicht hinnehmen!“, erklärt Marcel Goldbach. Also trommelte er flugs die Kollegen zusammen, damit diese sich am Donnerstag um 17 Uhr im Freibad einfanden. Flöten, Lyra und Becken halten einen kurzen Kontakt im Wasser aus. Die Pauken untermalten den Einmarsch vom Beckenrand aus. Nach dem ersten Stück ließen sich alle Musiker erst mal erleichtert ins Wasser plumpsen. Als Zugabe legten sie anschließend „Viva Colonia“ oben drauf, drehten eine Runde durchs Nichtschwimmerbecken und stiegen anschließend pitschnass unter großem Applaus der ahnungslosen Freibadgäste wieder aus dem Bad.

Die Challenge im Video

Selbstverständlich wurde ein Beweisvideo gedreht, das noch am gleichen abend via YouTube im Internet verbreitet und auch an den Herausforderer geschickt wurde. Jetzt ist das Tambourcorps Dahle berechtigt, drei weitere Vereine zu nominieren und hat dazu auch schon Kandidaten auserkoren: Herausgefordert werden der Spielmannszug Altena-Rahmede, der Spielmannszug TV Sundwig und die Dahler Schützen.

Voraussetzung ist, dass die Challenge-Teilnehmer als Verein erkennbar sind. Deshalb hatte das Tambourcorps auch seine offiziellen T-Shirts über Badeanzug und Badehose gezogen. Damit Schwimmmeister Uwe Wagner und seine Kollegen nicht gänzlich überrumpelt waren von dem musikalischen „Flashmob“, hatte Marcel Goldbach das Vorhaben vorsorglich angemeldet.

Den Badegästen hat die musikalische Überraschung übrigens gut gefallen: Sie schafften selbstverständlich Platz im Nichtschwimmerbecken, als die Musiker auftauchten für ihre Mission.

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