Die Clans sind mitten in der Eroberung der Burg

Zehntes Mittelalterfest mit Fassanstich eröffnet

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Bürgermeister Dr. Andreas Hollstein schlug geschickt das Fass mit dem Freibier an.

Altena - Funley MacFlitzpipe gab sich alle Mühe, die hohen Herrschaften auf die Schippe zu nehmen: Landrat Thomas Gemke begrüßte er als „Waldschrat“, den Titel von Kreisdirektorin Barbara Dienstel-Kümper hatte er sogar „in echt“ vergessen. Mit Klamauk, Gedudel, Fanfaren und Fassanstich startete gestern Abend auch das zehnte Mittelalterfest in altbewährter Form.

Wieder hatten viele Besucher am ersten Tag des Festivals den Weg auf die Burg gefunden, darunter auch viele Gewandete. Ganze Familien hatten sich für das Fest mittelalterlich in Schale geschmissen. Zunächst lauschte man der Band „Die Streuner“, die sich einmal mehr als gute Wahl erwies. Fiedel und Klampfe, manchmal recht frivole Lieder – das kam gut an beim Publikum. Und dann der offizielle Teil, in den die Gaukler mit ihrer ganz eigenen Eleganz überleiteten: Die Gastgeber hielten sich erfreulich kurz. Gemke erinnerte an das erste Mittelalterfest vor zehn Jahren und daran, dass man anfangs darüber nachdachte, es nur alle zwei Jahre durchzuführen – „das haben wir zum Glück gelassen“. Längst habe sich das Fest etabliert und sei das größte seiner Art in ganz Westfalen. Das liege auch daran, dass man ständig neue Akzente setze, sagte Barbara Dienstel-Kümper, die für 2018 das Allerschlimmste befürchtet. Immerhin steht das Fest im Zeichen von „Männern in Röcken“, also Schotten – „die wollen alles umsonst“, ahnt die Kreisdirektorin.

Die Burgfanfaren spielten zum feierlichen Auftakt

 Natürlich wurde auch den Sponsoren, darunter auch Baugesellschaft, Sparkasse und Stadtwerken, gedankt. Deren Abgesandte durften sich beim Hufeisenwerfen um den Highland-Orden bewerben – eine Disziplin, die Marc Bunse von den Stadtwerken souverän gewann. Nach zehn Jahren sei es an der Zeit, zwei Frauen Dank zu sagen, die sich von Anfang an um das Festival verdient gemacht hätten, meinten die Veranstalter. Zwar von Berufs wegen, aber nichtsdestotrotz „mit großer Leidenschaft“ kümmerten sich Martina Handke (Märkischer Kreis) und Corina Turner (Agentur Pfiffikus) monatelang um die Vorbereitung des Festes, lobte Gemke, bevor dann endlich der Fassanstich durch Bürgermeister Dr. Andreas Hollstein erfolgte. Zum Mittelalterfest werden heute und morgen mehrere tausend Menschen in Altena erwartet. Verbunden ist es mit einem verkaufsoffenen Sonntag des Einzelhandels. Einige Programmpunkte, die mit Feuer zu tun haben, können wegen der Trockenheit nur in leicht abgespeckter Form durchgeführt werden.

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